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Noch Taubenhelfer in Hann. Münden gesucht

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Von: Petra Siebert

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Dieser Taube konnte nicht mehr geholfen werden, tagelang kauerte sie unter Schmerzen in einer Häuserecke in der Innenstadt. Evelyn Schimek ließ sie beim Tierarzt einschläfern.
Dieser Taube konnte nicht mehr geholfen werden, tagelang kauerte sie unter Schmerzen in einer Häuserecke in der Innenstadt. Evelyn Schimek ließ sie beim Tierarzt einschläfern. © Petra Siebert

Die Tauben werden in den Hann. Mündener Wallanlagen gefüttert. Das übernimmt ein Verein. Sie wollen so den Bestand regulieren und verhindern, dass die Tiere elendig sterben. Es werden Helfer gesucht.

Hann. Münden – „Wir brauchen dringend Helferinnen und Helfer bei der Taubenfütterung in den Wallanlagen“, ruft Evelyn Schimek vom Verein Göttinger Stadttauben e.V. und der angeschlossenen Arbeitsgruppe Hann. Münden auf. Generell besteht ein Fütterungsverbot.

Hann. Münden: Verein füttert Tauben

Doch das Team der Mündener Arbeitsgruppe hat von der Stadt Hann. Münden eine Fütterungsgenehmigung erhalten und betreut die Tauben täglich an von der Stadt ausgewiesenen Plätzen mit artgerechtem Körnerfutter.

Doch sowie jemand ausfällt, gibt es personelle Probleme. Die Jüngste, die sich in die Taubenfütterung einbringt, ist zehn Jahre alt, sie möchte, dass es den Tauben gut geht. „Es hat einige Zeit gedauert, bis sich die Tauben daran gewöhnt haben, dass es Futter an den bestimmten Stellen gibt“, sagt Bettina Kallausch, eine der Ehrenamtlichen, die füttert.

„Inzwischen kommen über 80 Tauben, wenn einer von uns mit dem Futter kommt“; ergänzt Evelyn Schimek. Dabei mache es sich in der Innenstadt schon positiv bemerkbar, dass ein Teil der Tauben außerhalb gefüttert wird. Das bestätigen Geschäftsinhaber und Hauseigentümer. Ziel ist es, noch mehr Tauben weitestgehend aus der Innenstadt zu locken, und das geht nur übers Futter. Mit Aktionen, Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit bemühen sich der Verein und die Mündener Arbeitsgruppe den notleidenden Stadttauben zu helfen. „Wenn wir Menschen finden, die nur einmal in der Woche Zeit für das Füttern hätten, wäre uns schon geholfen“, so Schimek. Durch die Futterstellen müssen die Tauben nicht mehr verzweifelt vor den Restaurants, Cafés, Fleischereien und Bäckereien nach Futter suchen, das gar nicht für die Tauben geeignet ist und sie dadurch chronisch erkranken.

Helfer und Geldspender gesucht

Auch Geldspenden und Sachspenden in Form von Taubenfuttersäcken (ein 25 Kilo Sack kostet zurzeit 17,50 Euro), würden gerne angenommen und würden das Fütterungsteam, das die Futterkosten teilweise aus eigener Tasche bezahlt, entlasten.

„Auch sind wir auf der Suche nach einem Grundstück, auf dem wir eine Voliere für Nestlinge, kranke und verletzte Tauben errichten können. Sie könnten dort betreut werden und müssten nicht jämmerlich zugrunde gehen“, macht Evelyn Schimek deutlich. Das Grundstück würde dann auch von dem Verein gepflegt und in Ordnung gehalten.

Das Thema Taubenhaus ist noch nicht vom Tisch, da wird noch an einem machbaren Konzept gearbeitet. Dann würde man die Taubenpopulation auf einen niedrigen Level bekommen, indem die Eier gegen Gipsattrappen ausgetauscht würden. (Petra Siebert)

Infos:

Wer in irgendeiner Form unterstützen möchte, ein Grundstück zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter der Rufnummer 0 55 41/21 80 melden. „Wir freuen uns“, so Schimek.

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