Einstimmiger Beschluss

Theater-Spielgruppe Eisenbarth-Verein löst sich auf

Doktor Eisenbart
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Doktor Eisenbart

Der Verein Doktor-Eisenbarth-Spiele Hann. Münden ist Geschichte. Die Mitgliederversammlung hat einstimmig beschlossen, den Verein aufzulösen.

Der Verein hatte zum Schluss das Stück „What a Man – Doktor Eisenbarth“ auf die Bühne gebracht, das der Autor und Regisseur Walter Kalk 2013/2014 für Hann. Münden neu geschrieben hatte. Inzwischen stehe ein Teil der Darsteller aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung, „ein anderer muss einfach aus Altersgründen kürzertreten und alle Versuche, genügend neue Darsteller zu motivieren, scheiterten“, begründete Bitz den Schritt.

Renate BitzVereinsvorsitzende

Mehrere Sommer sei mit viel ehrenamtlichem Engagement ein aufwendiges Spiel mit Musicalelementen im Innenhof des historischen Packhofs den Zuschauern dargeboten worden. Die Spieler hätten umfangreiche Rollen gehabt und ihre Wochenenden für Aufführungen und Proben geopfert, so Bitz.

Eisenbarth-Verein: Ehrenamtliche Spieler 

„Selbst mit Fieber kamen die Darsteller, weil sich nicht genügend Akteure fanden, die für eine Zweitbesetzung bereit waren.“ Viele Mündener Bürger hätten aber dem „alten Spiel“ nachgetrauert, das der Verein früher gespielt hatte. „Und die Zuschauerzahlen stimmten einfach nicht,“ so Bitz. 

„Ohne die finanziellen Opfer der Darsteller und des Vorstandes wären die Aufführungen schon nach einem Jahr zu Ende gewesen.“ Denn mit dem neuen Stück habe es das Problem gegeben, dass Musicalteile über die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) abgerechnet werden mussten.

Schon Anfang des Jahres hatte der Verein bekannt gegeben, dass er keine Chance mehr sehe, das Stück noch einmal aufzuführen. Zudem hätten viele Zuschauer kritisiert, dass das Stück zu lang sei. Walter Kalk, Inhaber der Rechte für „What a Man“, habe aber keine kürzere Version angeboten, so Bitz. Und Hoffnungen auf ein Alternativ-Stück hätten sich nicht erfüllt. 

Ende nach über 60 Jahren

Der Verein Doktor-Eisenbarth-Spiele gründete sich nach Angaben von Renate Bitz 2011 aus einem alten Spielerensemble, das im Sommer vor dem Rathaus ein „Heimatfestspiel“ über Doktor Eisenbarth aufführte, das Gymnasiallehrer Richard Alfred Henning verfasst hat. Die Uraufführung war 1957. 

„Für den 250. Geburtstag von Eisenbarth 2013 sollte eine moderne Fassung mit neuerer Sichtweise auf die Person dieses Wanderarztes dargeboten werden.“ Der Autor Walter Kalk schrieb dafür „What a Man – Doktor Eisenbarth“.

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