Im Forstbotanischen Garten in Hann. Münden werden Führungen angeboten

Blütenduft liegt in der Luft: Im Forstbotanischen Garten in Hann. Münden werden Führungen angeboten

Ute Fellenberger ist an einem sonnigen Tag im Forstbotanischen Garten in Hann. Münden zu sehen. Die Frau hält Äste eines Baumes in der Hand.
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Ute Fellenberg gibt ihr umfangreiches Wissen über Bäume, Sträucher und Pflanzen im Forstbotanischen Garten in unterhaltsamer Form an Interessierte weiter.

Hann. Münden hat seit über 30 Jahren ein Naturdenkmal: Der Forstbotanische Garten. Wie laden Sie zu einem kleinen, virtuellen Rundgang ein. Aufgrund der Corona-Lockerungen können jetzt auch Gruppen mit mehr als zehn personen eine Führung buchen.

Lust auf Erholung und Entspannung? Dann ist ein Rundgang durch den Forstbotanischen Garten, der 1988 zum offiziellen Naturdenkmal deklariert wurde, ein Muss. Wegen der Corona-Lockerungen können auch Gruppen von mehr als zehn Personen eine Führung buchen. Der Mundschutz bleibt aber Pflicht.

Naherholung im Forstbotanischen Garten in Hann. Münden

Das knapp drei Hektar große Areal mit einer faszinieren Vielfalt aus der Baum-, Strauch- und Pflanzenwelt lädt zum Lustwandeln ein. Aus vielen Kontinenten präsentiert sich ein lehrreiches und sehenswertes Arboretum mit zahlreichen Raritäten. Der im Jahr 1868 gegründete Forstbotanische Garten diente lange Zeit ausschließlich der Forschung und Lehre der „Königlich Preußischen Forstakademie“. Von den einstmals mehr als 3000 verschiedenen Pflanzenarten sind heute noch gut 700 vorhanden, denn viele Exemplare wurden in den Botanischen Garten der Universität Göttingen verlegt.

Auch steckt der Garten, der vor 150 Jahren eröffnet wurde, voller Geschichten. Einige lustige, lehrreiche und verblüffende wird Gästeführerin Ute Fellenberg den Interessenten während eines Rundgangs auf dem Wegenetz, das noch genauso ausgelegt ist wie vor 150 Jahren, vermitteln. Ute Fellenberg hat sich ein äußerst umfangreiches Wissen rund um die Bäume, Sträucher und Pflanzen im Garten angeeignet, das sie lebhaft und gut verständlich bei ihren Spaziergängen vermittelt.

Historisches aus dem Forstbotnaischen Garten in Hann. Münden

Zwischendurch erzählt sie einige Anekdoten wie beispielsweise eine, wie sich der eine oder andere Forststudent seine Prüfung vereinfacht hat: Die Gärtner beobachteten einige Tage vorher, welche Holz-, Blatt- und Blütenproben die Dozenten als Prüfungsmaterial aus dem Garten geholt haben. Dann wussten sie, welche Bereiche aus der Pflanzenwelt höchstwahrscheinlich in den Prüfungsfragen vorkommen würden. Diese Informationen gaben die Gärtner den Studenten weiter.

Bänke zum Ausruhen, ein Insektenhotel zum Beobachten und ab und zu ein Eichhörnchen auf Futtersuche machen einen Spaziergang mit oder ohne Führung durch das Areal auf jedem Fall zu jeder Jahreszeit zum Erlebnis. Ute Fellenberg hat uns einige besondere Exponate auf einem kleinen Rundgang gezeigt.

Ein kleiner, virtueller Rundgang durch den Fortbotanischen Garten in Hann. Münden

Der Rundgang durch den Forstbotanischen Garten mit Ute Fellenberg beginnt auf dem ersten vom Hauptweg nach links abzweigenden Weg.

Gewürzstrauch

Dort empfängt einen jetzt im Juni bei Sonne und Windstille der Duft des Gewürzstrauches, einem 120 Jahre alten Magnoliengewächs. Die tiefroten Blüten und getrocknete Rinde duften angenehm.

Tupelobaum

Der Name der zwei riesigen Tupelobäume in Nähe des Hauptweges, stammt von den indigenen Einwohnern aus dem Mississipi-Gebiet in den USA.

Schirmmagnolie

Die hellen Blütenblätter der aus dem südöstlichen Amerika stammenden Schirmmagnolie sind circa 15 bis 20 Zentimeter groß und öffnen sich im Frühjahr von April bis Mai. Sie verströmen einen unangenehmen Duft. Im Herbst fällt der walzenförmige, bräunliche Fruchtstand auf, mit einer Länge bis 15 Zentimeter.

Lebkuchenbaum

Am Hauptweg stehen zwei Lebkuchenbäume. Der Name geht auf den zimtartigen Duft ihres im Herbst welkenden Laubes zurück. Als Ableger eines Tempelbaumes von der Insel Honchu in Japan wurden sie 1931, und die Hängeform 1950, gepflanzt.

Ginko-Baum

Geht man am Hauptweg ein kleines Stück weiter, fallen die beiden fast 100 jährigen Ginkgo-Bäume, männlich und weiblich, auf. Im Herbst fallen die gelben kirschgroßen Früchte herab, deren Fruchtfleisch unangenehm nach ranziger Butter riecht.

Mammutbaum

Weiter führt der Weg an den Mammutbäumen vorbei. 1941 in einem abgelegenen Tal in China entdeckt und bisher nur von Fossilien bekannt, hielt man sie lange Zeit für ausgestorben. Die hier im Garten befindlichen Baumriesen wurden 1948 und 1951 gepflanzt. Ihre Pflanzungen gehörten zu den ersten in Botanischen Gärten der damaligen Zeit.

Blasenspierstrauch

Der Blasenspierstrauch steht zurzeit in voller Blüte. Er blüht üppig, wie ein Wasserfall wirken die mit Blüten besetzten Zweige. Dieser Strauch ist pflegeleicht, braucht auch nicht beschnitten werden.

Birken

Dann ist da noch das Birkenquartier. Als erstes fällt der dicke Stamm der 1878 gepflanzten Goldbirke mit ihrer gelblich-weißen Ringelborke auf. Auch Ermans-Birke oder Sachalin-Birke genannt, da sie von der russischen Insel Sachalin kommt. Auch weiße Zuckerbirken sind zu sehen. Es gibt aber auch eine mit schwarzer Rinde, die natürlich Schwarzbirke heißt.

Touren buchen

Gebucht werden kann bei Hann. Münden Marketing/ Tourist-Information im Rathaus, Tel. 0 55 41/75-313 und -343, E-Mail info@hann.muenden-erlebnisregion.de

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