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Stadtwald Hann. Münden klar im Plus - Überschuss erwartet

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Wir forsten auf: Bei der Aufforstung dieses Waldstücks im Stadtwald kann mitgeholfen werden.
Der Stadtwald in Münden hat stark gelitten. Trotzdem konnte der Betrieb Stadtwald ein Plus erwirtschaften. Das zeigt die bisherige Bilanz. (Archivbild) © Nils Calik

Stadtwald Hann. Münden im Plus: Leiterin Gohde erwartet Überschuss von über 300 000 Euro. Dazu tragen die gestiegenen Holzpreise bei.

Hann. Münden – Deutlich gestiegene Holzpreise führen im Hann. Mündener Betrieb Stadtwald, zu einem Ergebnis, das deutlich über den Erwartungen liegt: Leiterin Susanne Gohde rechnet zum Jahresende mit einem zusätzlichen Einnahmeplus von 200 000 bis 250 00 Euro. In den Planungen für das laufende Jahr ist die Forstverwaltung noch von einem Überschuss von lediglich 126 000 Euro ausgegangen. Gohde rechnet jetzt für das Jahr 2022 mit einem Plus von deutlich über 300 000 Euro.

Hann. Münden: Gestiegene Holzpreise kommen Stadtwald zugute

Das gute Ergebnis zeichnet sich auch schon in der Halbjahresbilanz ab, die Gohde, jetzt dem Umweltausschuss vorstellte. Danach liegt das Stadtwaldplus bis zum 30. Juni bei 394 000 Euro. Im zweiten Halbjahr seien aber höhere Ausgaben zu erwarten. Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass im Stadtwald eine Fläche von 800 Hektar wiederaufgeforstet werden muss. Das entspricht 30 Prozent der Waldfläche. Gohde weist in ihrem Bericht den Rat darauf hin, dass die Rückstellungen aus dem Jahr 2018 in Höhe von 2,2 Millionen Euro zur Aufforstung und Pflege der jungen Bäume nicht ausreichen werden, und weitere gebildet werden.

Pavillon für den Bestattungswald

Arbeitsschwerpunkt im Betrieb Stadtwald ist nach Angaben von Leiterin Susanne Gohde wie im vorigen Jahr weiterhin die Aufarbeitung von Holz mit Borkenkäferbefall und des Buchenschadholzes, insbesondere auf „trockenen Kalkstandorten“ im Revierteil Hedemünden. Zudem sei geplant, für den im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen Bestattungswald am Andachtsplatz einen Pavillon als Wetterschutz zu bauen, heißt es weiter in der Halbjahresbilanz.

Mit „Xandra“, „Ylenia“ und „Zeynep“ hat es auch im ersten Halbjahr 2022 wieder schwere Stürme gegeben, die zu Windwurf führten. Von den im ersten Halbjahr „geernteten“ 7343 Festmetern (Fm) Holz seien wegen Schäden und Windwurf zwangsweise 5385 Fm eingeschlagen worden, 4663 Fm seien durch die Februarstürme umgeworfen worden (darunter 1413 Fm Buche, 1712 Fm Fichte und 1227 Fm Lärche).

Stürme setzen im ersten Halbjahr 2022 dem Stadtwald Hann. Münden zu

Die Preise, die für das Holz im ersten Halbjahr erzielt worden seien, hätten auf einem sehr hohen Niveau gelegen. Bei der Fichte habe es zum Beispiel gegenüber dem Vorjahr beim Bauholz einen Anstieg von 80 auf 115 Euro pro Festmeter gegeben.

Im Kampf gegen Borkenkäfer sei es gelungen, die Schädlinge im aufgearbeiteten Holz komplett zu fangen und zu vernichten. Bis zum 30. Juni sei es deshalb nur bei zehn Festmetern Fichte zu einem weiteren Befall von Bäumen gekommen. (Ekkehard Maaß)

Die Holzpreise sind auch im benachbarten Landkreis Northeim auf einem Allzeithoch. Es wird der Diebstahl von Holz befürchtet. Um den starken Schäden im Wald zu begegnen, hgab es in deisem Frühjahr eine große HNA-Aufforstungsaktion.

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