Hann. Münden und Staufenberg

Spenden der Ippen-Stiftung an zwei Einrichtungen im Raum Hann. Münden

Freuen sich über die Spende für das Mütter- und Familienzentrum: Tina Krause (von links) und Susanne Bode-Ilse mit HNA-Redaktionsleiter Thomas Schlenz.
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Freuen sich über die Spende für das Mütter- und Familienzentrum: Tina Krause (von links) und Susanne Bode-Ilse mit HNA-Redaktionsleiter Thomas Schlenz.

Die Ippen-Stiftung vom Verleger Dr. Dirk Ippen unterstützt soziale Projekte. Auch zwei Initiativen im Raum Hann. Münden wurden bedacht. Einmal in der Stadt Hann. Münden und einmal im Staufenberger Ortsteil Speele.

Hann. Münden – Beratungs- und Unterstützungsangebote für Familien und Eltern sind insbesondere in der Coronakrise wichtig. Das Mütter- und Familienzentrum ist ein zentraler Ansprechpartner für diese Themen in der Dreiflüssestadt. Normalerweise erhält die Einrichtung auch Zuschüsse der Stadt Hann. Münden. Wegen des nicht genehmigten Haushalts kann die Stadt diese derzeit nicht in gewohntem Umfang leisten.

Hann. Münden: 3000 Euro für Mütter- und Familienzentrum

Die Koordinatorin des Familienzentrums, Tina Krause, und die Vorsitzende des Mütterzentrums, Susanne Bode-Ilse, freuen sich daher sehr über eine Spende in Höhe von 3000 Euro von der Ippen-Stiftung. Die Stiftung wurde vom Verleger Dr. Dirk Ippen, der die HNA herausgibt, ins Leben gerufen.

„Wir können das Geld sehr gut gebrauchen“, sagt Tina Krause. Im vergangenen Jahr seien Veranstaltungen, wie der sehr populäre Cafébetrieb beim Mütterzentrum ausgefallen. Mit dem Geld könnten nun beispielsweise nötige Anschaffungen getätigt oder bauliche Veränderungen realisiert werden.

Trotz des Lockdowns versuche das Mütter- und das Familienzentrum den Kontakt zu den Familien, so gut es geht, aufrecht zu erhalten, berichtet Tina Krause. Der persönliche Kontakt fehle allerdings etwas, auch, wenn man bereits Videokonferenzen über Zoom genutzt habe, um mit den Familien zu kommunizieren. Die angeschlossene Krippe bietet derzeit einen Notbetrieb.

Beschäftigungstipps für Familien veröffentlicht

Ein wichtiges Ziel des Familienzentrums sei es, niedrigschwellige Angebote zur Unterstützung von Eltern bereitzuhalten. „Wir haben dabei immer die ganze Familie im Blick“, betont Tina Krause. Im vergangenen Frühjahr hatte das Familienzentrum kleine Tüten mit Bastelmaterial für Kinder bereitgestellt.

Dazu hatte Erzieherin Michaela Haberland-Natge Videos mit Beschäftigungstipps für Familien veröffentlicht. Außerdem wurden Mund-Nasen-Masken genäht. Im Sommer sei trotz der Coronakrise dank eines ausgefeilten Hygienekonzepts ein eingeschränkter Kursbetrieb möglich gewesen. Auch eine Spielkiste habe mit Voranmeldung genutzt werden können, so Krause. Sogenannte Willkommensbesuche bei Familien seien kontaktlos weitergeführt worden.

Familien mit Neugeborenen erhalten dabei einen Willkommensordner mit vielen nützlichen Informationen über Unterstützungsangebote für die Eltern. „Wir spüren eine große Dankbarkeit bei den Familien, dass wir für sie da sind, das war auch schon vor der Krise so“, sagt Tina Krause.

Mütter- und Familienzentrum

Das Mütter- und Familienzentrum dient neben der Funktion als Treffpunkt für Familien vor allem als Anlaufstelle für Hilfe suchende Eltern. Das Familienzentrum bietet wohnortnahe Beratung und Unterstützung für alle

Familien in und aus Hann. Münden. Dazu gehören die Sprechstunde des Jugendamtes, eine Rechtsberatung sowie Vorträge und Kurse zu aktuellen Familienthemen. In normalen Zeiten außerhalb der Coronabeschränkungen bietet das Mütterzentrum ein Frühstücksangebot und ein Café. Außerdem gibt es eine Kinderkrippe. Kontakt: Mütter- und Familienzentrum, Kurhessenstraße 4, Hann. Münden, Tel.: 05541/ 24 85. mütterzentrum-hannmünden.de, E-Mail: muezeev@t-online.de.

Spende für Hilfe für Kinder in Not nach Tschernobyl

Speele - Es war eine langjährige Tradition, dass Kinder aus der Gegend um Tschernobyl einmal jährlich zu einem Erholungsaufenthalt in den Staufenberger Ortsteil Speele gefahren sind. Im vergangenen Jahr sei der Besuch wegen der Coronapandemie leider aber nicht möglich gewesen, berichtet Ingrid Rathgeber vom Verein Hilfe für Kinder in Not nach Tschernobyl. Die Kinder seien sehr enttäuscht darüber gewesen, dass sie nicht nach Speele kommen konnten.

Freut sich über die Spende in Höhe von 3000 Euro von der Ippen-Stiftung: Ingrid Rathgeber vom Verein Tschernobyl-Hilfe in Speele.

Hilfe für Menschen in Belarus und in der Ukraine

Sachspenden konnten zudem gar nicht in die betroffene Region geliefert werden, erschwert auch durch die politische Situation in Belarus. Die Lagerhalle in Speele ist daher voll. „Den Menschen rund um Tschernobyl geht es wirklich schlecht“, berichtet Ingrid Rathgeber. Corona habe die Situation noch einmal verschärft. Es fehle an fast Allem, unter anderem auch an Schutzausrüstung gegen das Coronavirus. Einige Ansprechpartner in Weißrussland hätten sich zudem bereits selbst mit dem Virus infiziert.

„Wir stehen per Kurznachrichtendienst Whatsapp in Kontakt“, sagt Rathgeber. Um den Verein in dieser schwierigen Lage ein wenig unter die Arme zu greifen, hat nun die Ippen-Stiftung von HNA-Herausgeber Dr. Dirk Ippen 3000 Euro für den Verein gespendet. Ingrid Rathgeber bedankte sich für die Spende: „Für unsere Projekte können wir diese Spende sehr gut nutzen“, sagt sie. Auch für den Transport von Hilfsgütern werde Geld benötigt, wenn dieser wieder möglich sei.

„Ich werde regelmäßig gefragt: Ingrid, wann kommst du?“

„Sobald es die Coronasituation erlaubt, werde ich mich selbst wieder auf den Weg in Richtung Weißrussland (Belarus, Anmerkung der Redaktion) machen“, betont Ingrid Rathgeber. Die Menschen seien ihr im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen: „Ich werde regelmäßig gefragt: Ingrid, wann kommst du? Das geht mir natürlich sehr nahe.“ Überhaupt seien die Menschen in Belarus und der Ukraine sehr dankbar für die Hilfe aus Deutschland.

Ingrid Rathgeber hofft daher, dass es bald ein Wiedersehen gibt und dass die 35 Kinder, die sonst jedes Jahr zur Erholung nach Speele gefahren sind, möglichst bald wiederkommen dürfen. Auch dankt sie den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich für den Verein bis heute engagiert haben. Sobald es möglich ist, sollen auch wieder Hilfstransporte in die betroffenen Gebiete geschickt werden. Bis dahin ist nur die finanzielle Unterstützung der Menschen möglich. (Thomas Schlenz)

Hilfe für Kinder in Not nach Tschernobyl

Spendenkonto IBAN: DE 80520900000000957844, BIC: GENODE51KS1, Vereinsanschrift: Hilfe für Kinder in Not nach Tschernobyl, Obere Königsstraße 45, 34117 Kassel.

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