Von und mit starken Frauen

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Die Stadtführerinnen laden ein: Martina Pakusch (links) und Marie Anne Langefeld berichten diesmal nicht unterwegs, sondern am Kaffeetisch aus Mündens weiblicher Geschichte. 

Gleich drei Mal laden in Hann. Münden Frauen ein, gemeinsam zu feiern, zu lachen, aber auch einen Blick in Politik und Geschichte zu werfen am und kurz nach dem internationalen Frauentag.

 – Los geht’s am Freitag, 8. März, mit dem Frauenfrühstück im Bürgertreff, Ziegelstraße 56, teilt Julia Bytom, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hann. Münden, mit. Beginn ist um 10 Uhr. Leckere Kleinigkeiten für das Buffet sind willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden willkommen.

Das Frauenfrühstück am Internationalen Frauentag sei Tradition im Bürgertreff, so Bytom.

Dieses Mal werden Beiträge aus dem Buch „Verstehen, vergessen, verändern“ aus dem Jahr 2007 vorgelesen und Frauen, die damals über ihr Leben in der neuen Heimat schrieben, berichten, was sich seitdem für sie verändert hat.

Mit dem Thema steht das Frauenfrühstück diesmal zugleich in der Veranstaltungsreihe „Wo bin ich zuhause“, initiiert von Spendenparlament und Volkshochschule. Das Frauenfrühstück ist eine Veranstaltung ausschließlich für Frauen.

– „Frauen sind eitel. Männer? Nie!“, behaupten Marie Anne Langefeld und Ariane Trapp und widmen dem „ewige Dilemma mit dem kleinen Unterschied“ eine literarische Untersuchung. Die ist zu erleben am Freitag, 8. März, ab 17 Uhr in der Cafeteria im Geschwister-Scholl-Haus, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 4. Der Eintritt ist frei. Zu dieser Veranstaltung sind auch Männer eingeladen, teilt Gleichstellungsbeauftragte Bytom mit.

Die Besucherinnen und Besucher erwarte eine „nicht ganz ernst gemeinte Untersuchung quer durch die Literatur bei Mascha Kaléko, Lili Grün, Kurt Tucholsky, Pablo Neruda, Heinz Erhardt und anderen, mit Wiedererkennungswert zum ewigen Problem zwischen Mann und Frau“ und warum diese einander oft so schlecht verstehen. „Mars und Venus, Mann und Frau! Ihre Sonnen harmonieren, astrologisch betrachtet ist die Sache perfekt, die Wirklichkeit jedoch ist weit davon entfernt. Keine neue Erkenntnis, aber…“ – humorvoll, nachdenklich, auf jeden Fall aber unterhaltsam wollen die Künstlerinnen eine befriedigende Lösung finden. Das Konzept dieser literarischen Annäherung ans Thema stammt von Marie Anne Langefeld und Carmen Barann, dem Leseduo Wilder Mohn.

 – Zur „Geschichte zur Kaffeestunde“ lädt die Stadtführergilde dann für Sonntag, 10. März, ein. Weibliche und männliche Besucher können ab 15 Uhr in der Ratsstube des historischen Rathauses in Hann. Münden allerlei erfahren über „Mündener Frauen im Zeitenwandel vom 16. bis ins 21. Jahrhundert“.

Münden hatte nicht nur seine Herzogin Elisabeth, die im 16. Jahrhundert vom Welfenschloss aus regierte und sich maßgeblich wie kaum eine andere Fürstin ihrer Zeit in die Politik einmischte, heißt es in der Einladung.

Auch andere starke Frauen hätten sich eingemischt, zum Beispiel Ilsabe Hüpeden, Kaufmannsfrau im 17. Jahrhundert, Anna Katharina Böttcher, Sophie Werzeiko, Mündens erste und bislang einzige Ehrenbürgerin. Mit Herz und Verstand hätten diese Frauen ihr Leben und letztlich auch ihre Stadt verändert.

Von ihnen erzählen die Stadtführerinnen Martina Pakusch und Marie Anne Langefeld in einer Kaffeerunde in der Ratsstube des Rathauses in Hann. Münden.

Zu dieser etwas anderen Stadtführung sind auch Männer willkommen. Die Veranstaltung werde rund 90 Minuten dauern. Die Teilnahme kostet sechs Euro, einschließlich Kaffee und Kuchen.

Karten gibt es nur im Vorverkauf in der Touristik-Information im Rathaus, Lotzestraße.

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