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Digitale Verwaltung: Behördengang in Hann. Münden online möglich

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Von: Thomas Schlenz

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Jemand tippt auf einem Laptop.
Digitale Verwaltung soll Verwaltungsgänge in Hann. Münden einfacher machen. (Symbolbild) © Silas Stein

Die Hann. Mündener Verwaltung führt digitale Dienstleistungen ein. Dienstleistungen können im Netz beantragt und auch bezahlt werden. In anderen Ländern ist das schon gang und gäbe.

Hann. Münden – Seit dem 01.11.2022bietet die Stadt Hann. Münden die Möglichkeit an, Dienstleistungen online zu beantragen und zugleich zu bezahlen. Das teilte die Verwaltung mit.

Hann. Münden: Dienstleistungen online bezahlen

Um den digitalen Service für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern, biete die Stadtverwaltung die Bezahlverfahren Giropay, Paypal sowie die Kreditkartenzahlung an, das sogenannte ePayment. Die Anwendung sei demnach ab sofort im Standesamt möglich. Dort könnten Personenstandsurkunden über das ePayment-Verfahren abgewickelt werden. Zu den Personenstandsurkunden zählen Geburts-, Sterbe-, Ehe- sowie Lebenspartnerschaftsurkunden.

Weitere Fachdienste und deren Leistungen würden in den kommenden Monaten sukzessive in das digitale Bezahlsystem integriert. Die Stadtverwaltung werde die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit über die Ausweitung der digitalen Verwaltung informieren, hieß es.

Hann. Münden: ePayment soll Vorgänge vereinfachen

Der Vorteil des digitalen Service: Online-Dienstleistungen, in denen das ePayment integriert sei, könnten in einem Zuge ausgeführt werden, ohne weitere erforderliche Vorsprache bei dem jeweiligen Fachbereich oder der Bezahlung im Nachhinein. Im Rahmen des entsprechenden Online-Antrages würden Bürgerinnen und Bürger auf die von ihnen favorisierte Bezahlplattform weitergeleitet. Bei erfolgreicher Zahlung bekämen diese dann eine Bestätigung angezeigt und würden anschließend wieder zum ursprünglichen Online-Dienst zurückgeleitet.

Im Hintergrund würden Anträge mit den erfolgten Zahlungsbestätigungen automatisiert an das Fachverfahren weitergeleitet und könnten dort direkt weiterverarbeitet werden.

„Durch das ePayment versprechen wir uns eine Vereinfachung und Beschleunigung der Antragsverfahren und damit eine Reduzierung des Verwaltungsaufwands. Das elektronische Bezahlen hält in den Alltag der Menschen immer mehr Einzug. Diese Entwicklung wollen wir zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger nutzen, die von schnelleren Abläufen profitieren werden“, wird Hann. Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg zitiert. (Thomas Schlenz)

In anderen Ländern längst Standard

Deutschland hinkt hinterher, was die Digitalisierung der Verwaltungen anbelangt. In Ländern wie Estland ist e-Governance, also der Behördengang über das Internet, längst Standard und erleichtert das tägliche Leben. Bereits im Jahr 2000 hat das Land mit dem Aufbau digitaler Verwaltungsstrukturen begonnen. Wer nicht will, muss dort bei keiner Behörde mehr persönlich vorsprechen. Möglich wird dies mit Identitätskarte, elektronischer Unterschrift und Verschlüsselung.

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