Ideen gesammelt

Hann. Münden: Verwilderung und Verwahrlosung im Forstbotansichen Garten stoppen

Die immergrünen Sträucher und Pflanzen sorgen dafür, dass es im Forstbotanischen Garten auch in dieser Jahreszeit farbig ist.
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Die immergrünen Sträucher und Pflanzen sorgen dafür, dass es im Forstbotanischen Garten auch in dieser Jahreszeit farbig ist.

Ein Mündener Kleinod: Der Forstboantischer Garten. Damit dieser erhalten und aufgewertet wird, wurden Ideen gesammelt. Im Jahr 2022 ist dort einiges zu tun.

Hann. Münden - Im Forstbotanischen Garten herrscht Winterruhe, jedoch die Planungen für Veränderungen und Erneuerungen gehen gut voran, einige Projekte wurden bereits angestoßen.
Der „Freundeskreis Forstbotanischer Garten“ hatte kürzlich alle am Forstbotanischen Garten (FBG) Interessierten zu einem Treffen in den Lepantosaal im Welfenschloss eingeladen.

Hann. Münden: Ideen für Garten gesammelt

Es wurden Ideen eingebracht und geplant, wie die Arbeiten in Mündens Kleinod anlaufen und weiter gehen sollen und wie sich der Freundeskreis einbringen kann. Damit sollen Verwilderung und Verwahrlosung ein Ende haben. Das ist auch bereits länger ein Anliegen der Niedersächsischen Landesforsten/Forstamt Münden. Forstamtsleiter Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst berichtete während des Treffens, was bereits geplant ist und was in Kürze angegangen wird, war aber auch offen für weitere Vorschläge.

Im März/April 2022 soll begonnen werden. Zunächst sind Wegearbeiten geplant, die von den Niedersächsischen Landesforsten ausgeschrieben wurden, verbunden mit der Hoffnung, dass ortsansässige Firmen die eine oder andere Leistung sponsern werden.
Neben einer großen Tafel im Eingangsbereich mit Informationen zum FBG, sollen Schilder auf die Historie und Attraktionen hinzuweisen, eine Übersicht und Hinweise. Die Arbeiten an der Eingangstafel sollen nach Darstellung von Marco Brandau, Leiter der Revierförsterei Kattenbühl, im Frühjahr abgeschlossen werden. Bereits angeliefert für die Kindergartenecke sind niedrige Baumstammklötze als Hocker, in mehreren Höhen für Kinder verschiedenen Alters. Sie müssen lediglich noch aufgestellt werden.

Hann. Münden: Baumpatenschaften und Arbeitseinsätze

Nach einer Bestandsaufnahme aller Bäume und Sträucher im Forstbotanischen Garten durch den Klimaschutzbeauftragten Volker Meng, sollen zuerst seltene Bäume aus der Gründungsphase eine gut lesbare und im Boden mit Fundament verankerte Beschilderung mit Steckbriefen, teils mit QR-Code zu abrufbaren weiterführenden Informationen, erhalten.
Später, wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind, würden alle weiteren Bäume und Sträucher nach und nach mit den Namen der Gehölze beschildert. Zur Herstellung von Schildern hat sich Marco Brandau an die Göttinger Werkstätten gewandt.

Volker Meng, Marco Brandau und Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst werden ein Konzept zu Auslichtungen und Nachpflanzungen erarbeiten. Ziel ist dabei, die außergewöhnlichen und seltenen Bäume und Sträucher zu erhalten und eine Vielfalt zu bieten. Einen Teil der Finanzierung der geplanten Änderungen und Neuerungen könnten die Niedersächsischen Landesforsten voraussichtlich realisieren, ebenso den Unterhalt des Forstbotanischen Gartens.

Kitas und Schulen mit ins Boot holen

Marco Brandau hat außerdem Kontakt mit den Berufsbildenden Schulen aufgenommen und Holz für die Herstellung von zwei Bänken und einen Tisch geliefert. Wünschenswert wäre es, wenn weitere Schilder, Bänke und Sitzgruppen über Sponsoring abgedeckt werden könnten. So auch die Erneuerung einzelnstehende Bänke im hinteren Bereich und am alten Brunnen. Sponsoren können auch Patenschaften für Bäume und Gehölze übernehmen und dafür namentlich benannt werden. Menschen jedes Alters, die sich dem Freundeskreis anschließen möchten, sind willkommen. Zudem wird die Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen gesucht. Diese können auch bei Aktionen eingebunden werden.
Im Frühjahr 2022 ist ein Parkseminar über ein Wochenende, mit theoretischem und praktischem Teil geplant. (Petra Siebert)

Arbeitseinsatz geplant 

Ute Fellenberg, die sich seit Jahren für den Forstbotanischen Garten einsetzt, koordiniert zusammen mit Dr. Anne Hafer die Aktionen und Aktivitäten im Freundeskreis, in Absprache mit den Vertretern des Forstamtes, dem Naturpark und dem Klimaschutzbeauftragten. So ist, sobald es die Witterung zulässt, ein Einsatz geplant, um Brombeerranken und Efeu zu entfernen. Außerdem wollen sich die Mitglieder des Freundeskreis in der Vegetationsperiode alle ein bis zwei Monate treffen, um Arbeiten im FBG zu übernehmen.

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