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Hann. Münden: Der „Wärmeort“ im Scholl-Haus bietet kostenloses Essen und Gesellschaft

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Von: Petra Siebert

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Heike Tauer-Schneider, Renate Heumann, Barbara Schröder, Marika Bellmann und Edelgard Scheinhütte sorgen dafür, dass eine warme Mahlzeit beim Wärmewinter ausgegeben wird.
Heike Tauer-Schneider, Renate Heumann, Barbara Schröder, Marika Bellmann und Edelgard Scheinhütte sorgen dafür, dass eine warme Mahlzeit beim Wärmewinter ausgegeben wird. © Petra Siebert

Der „Wärmeort“ im Scholl-Haus bietet kostenloses Essen und Gesellschaft in Hann. Münden. Viele Menschen nehmen das Angebot der Diakonie und der Kirche wahr. Nicht nur ältere Menschen kommen

Hann. Münden – „Kann ich bitte noch ein wenig Lasagne auf meinen Teller bekommen?“ Das fragte eine Frau mittleren Alters kürzlich beim „Wärmewinter“. Eine der Ehrenamtlichen kam dem Wunsch nach und legte eine Portion nach.

Hann. Münden: Nachschlag im Wärmeort

So und ähnlich geht es seit Ende November des vergangenen Jahres jeden Mittwoch im Geschwister-Scholl-Haus in Hann. Münden zu. Denn da wird Essen an Menschen ausgegeben, denen es aufgrund der Energiekrise oder anderen Lebensumständen aus finanzieller Sicht nicht so gut geht.

Die Diakonie, mit Sozialpädagogin Barbara Jankowski an der Spitze und die evangelische Kirche haben die Aktion „Wärmewinter“ organisiert, die nach einer kurzen Weihnachtspause ab Mittwoch, 11.01.2023 bis März, jeweils von 11.30 bis 14 Uhr wieder angeboten wird. Es gibt kostenfrei wechselnde vegetarische Gerichte, ein Getränk (Apfelsaft oder Tee) und Plätzchen.

Ab 13 Uhr können Besucher ohne Anmeldung kommen und bekommen ebenfalls eine warme Mahlzeit, vorausgesetzt es ist noch Essen übrig. Wer möchte, kann etwas spenden.

Die Aktion wurde bereits gut angenommen, es sind zwischen 30 und 50 Gäste gekommen. Dabei nicht nur ältere Menschen, auch jüngere Frauen, einige Mütter und Väter mit Kindern, oft Alleinerziehende. Oft geht es den Bedürftigen nicht ausschließlich um eine warme Mahlzeit, viele suchen auch Kontakt zu anderen Menschen und möchten reden.

„Jeder wird hier mit offenen Armen empfangen, niemand muss sich schämen“

„Jeder wird hier mit offenen Armen empfangen, niemand muss sich schämen, dass er auf ein solches Angebot angewiesen ist“, sagt dazu Heike Tauer-Schneider, eine der ehrenamtlichen Helferinnen. „Die Speisen werden abwechselnd von ortsansässigen Gastronomiebetrieben zubereitet und geliefert“, berichtet Heike Tauer-Schneider. „Guido Einecke vom Ratsbrauhaus hat Gemüse-Curry gespendet.“ Man würde sich freuen, wenn es Nachahmer gebe. Ansonsten übernehmen Diakonie und evangelische Kirche die Finanzierung des „Wärmewinters“. Es werden aber auch Geld, das die Kirche über die Energiepauschale erhält, dafür verwendet.

Die Essensausgabe der Aktion „Wärmewinter“ erfolgt übrigens in erster Linie an Personen, die sich im Vorfeld angemeldet haben. Entweder per E-Mail unter dw.muenden@evlka.de, Telefon unter 0 55 41/98 19 15 oder nach persönlicher Absprache bei der Lebensmittelausgabe der Mündener Tafel, die immer montags und donnerstags im Geschwister-Scholl-Haus geöffnet hat. Damit erhalten die Organisatoren einen Überblick über den jeweiligen Bedarf an Mahlzeiten, was eine Planungssicherheit gewährleistet.

Die Aktion lockte auch ein NDR-Fernsehteam an, denn der Sender dreht Beiträge für seine unter anderem im niedersächsischen Raum verbreitete Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“. (Petra Siebert)

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