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Hann. Münden: Verwaltung arbeitet an einem Baumkataster

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Von: Thomas Schlenz

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(nh) Melsungen / Forstamt Melsungen / Baum-Pflanzaktion / Foto: M. Delpho
In Hann. Münden werden Bäume gezählt. Es soll ein Baumkataster geben. (Symbolbild) © Manfred Delpho

Die Verwaltung in Hann. Münden arbeitet an einem Baumkataster. Dafür sollen die Bäume erfasst werden. Das soll der Sicherheit dienen.

Hann. Münden – Die Stadt Hann. Münden arbeitet an einem Baumkataster. Die bisherigen Ergebnisse stellte Andreas Honeck vom Fachdienst Friedhofs- und Bestattungswesen der Stadt vor: Konzepte für Baumpflanzungen im Bereich der Wilhelmstraße und der Bahnhofstraße waren ebenfalls Thema.

Hann. Münden: Baumkataster soll für die Stadt aufgestellt werden

Laut Honeck geht es bei dem Baumkataster primär um die Sicherstellung der sogenannten Verkehrssicherungspflicht. Für das Baumkataster werde erhoben, welche Bäume es in der Stadt gibt und wie ihr derzeitiger Zustand ist. Insgesamt habe man bisher etwa 3000 Bäume gezählt. Auf die Frage von Ratsherr Hartmut Teichmann, von wie vielen Bäumen man rede, erklärte Honek kurz: „Wir wissen es nicht.“ Umweltpfleger Jens Helberg machte auf das Konfliktpotenzial zwischen Verkehrssicherungspflicht und erhaltenswerten Bäumen aufmerksam. Honeck betonte daraufhin, dass die Verkehrssicherungspflicht vor dem Erhalt schützenswerter Bäume Vorrang habe.

Zum Thema Baumpflanzungen im Bereich der Wilhelmstraße und Bahnhofstraße erklärte Honeck, dass der Boden in diesen Bereichen eigentlich ungeeignet sei. Die bestehenden Pflanzgruben seien dort zu klein, sodass viele der Bäume in schlechtem Zustand seien. Hinzu komme, dass durch die Wurzeln der Bäume, die Gehwege an vielen Stellen aufgerissen seien. „Meist steht der falsche Baum am falschen Ort“, so Honeck.

„Meist steht der falsche Baum am falschen Ort“

Eine korrekte Pflanzung erfordere einen großen finanziellen Aufwand. Ratsherr Dr. Joachim Atzert widersprach: Ein ihm bekannter Gärtner habe ihm gegenüber erklärt, dass eine Pflanzung zu einem deutlich geringeren Preis als von der Verwaltung kalkuliert möglich sei. „Es ist richtig, dass in der Vergangenheit enorme Fehler gemacht wurden“, so Atzert.

Vorschläge von Anwohnern und Firmen zu einer Verbesserung seien von der Stadt lange nicht berücksichtigt worden. Jetzt müsse man es besser machen. Fakt sei aber, dass einige Straßenbäume tot seien und diese entfernt werden müssten. Ratsherr Teichmann betonte, es gehe darum, dass überhaupt genügend Bäume vorhanden seien, ob als Straßenbegleitbaum oder in den Vorgärten sei irrelevant. (Thomas Schlenz)

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