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Neue Waldkita in Bonaforth: Rat von Hann. Münden spricht sich für Projekt aus

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Von: Thomas Schlenz

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Wald-Kita in Bad Emstal: So wird auch die Kindertagesstätte im Breunaer Wald aussehen.
Beispiel einer Waldkita: Eine solche Einrichtung soll auch in Bonaforth entstehen. (Symbolbild) © Jens wiegand/nh

Der Rat der Stadt Hann. Münden spricht sich für Umsetzung des Projekts aus. Eine Waldkita soll im Ortsteil Bonaforth eingerichtet werden.

Hann. Münden – Der Hann. Mündener Rat hat in seiner jüngsten Sitzung die Einrichtung einer Waldkita im Ortsteil Bonaforth beschlossen. Damit wird die Verwaltung beauftragt zum neuen Kindergartenjahr, im Sommer 2023, eine Waldkita mit einer Gruppe einzurichten.

Hann. Münden: Waldkita im Ortsteil Bonaforth geplant

Das Kinderbetreuungsangebot in der Stadt Hann. Münden sei von jeher von hoher Qualität geprägt und stets erweitert worden, erklärte SPD-Ratsmitglied Jennifer Hund in ihrer Antragsbegründung. Aktuell decke die Stadt den Bedarf von 84 Prozent der Kinder ab drei Jahren. 16 Prozent aller Hann. Mündener Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung hätten keinen Kindergartenplatz.

„Mit diesem Antrag wollen wir die Qualität und Bildungsangebote für unsere kleinsten Mitbürger noch weiter ausbauen“, so Hund. Waldkindergärten seien zeitgemäße, nachhaltige und zukunftsfähige Bildungseinrichtungen. Die Kinder, die in den Waldkindergarten gingen, seien motorisch fitter, hätten weniger Unfälle und verfügten über ein stabileres Immunsystem.

Gemeinderaum kann Ausweichquartier werden

Zu den Rahmenbedingungen erläuterte Hund, dass 15 Kinder ab drei Jahren bis zu sechs Stunden lang betreut werden könnten. Dafür nötig seien zwei pädagogische Fachkräfte. Ein geeignetes Grundstück habe die Realgemeinde in Aussicht gestellt. Ferner werde als Schlechtwetterschutz ein Bauwagen benötigt. Dafür lägen bereits drei Angebote vor zwischen 60 000 und 100 000 Euro. Als Ausweichquartier könne ein Gemeinderaum fungieren.

Für die Trägerschaft des Waldkindergartens habe neben dem DRK Kreisverband Göttingen-Northeim auch die evangelische Kirchengemeinde Münden Interesse bekundet. Nach einem ersten Aufruf in den Medien hätten bereits 20 Eltern an einem Info-Elternabend teilgenommen, mit denen man in Kontakt stehe. Auch Personal habe sich bereits über die eingerichtete E-Mail-Adresse waldkita.bonaforth@web.de gemeldet. Die geschätzten Kosten für die Stadt betrügen insgesamt etwa 170 000 Euro, was im Vergleich zu 750 000 Euro für eine reguläre Kita-Gruppe deutlich günstiger sei. (Thomas Schlenz)

So funktioniert eine Waldkita

Eine Waldkindergartengruppe hält sich jeden Tag und bei jeder Witterung bis zu maximal sechs Stunden (inkl. Sonderöffnungszeit) im Wald auf. Die Kinder treffen sich mit den pädagogischen Fachkräften morgens an einem Treffpunkt am Wald und verbringen gemeinsam den Vormittag im Wald. Die pädagogische Zielsetzung beinhaltet zum Beispiel, dass Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben können und die Natur unmittelbar und mit allen Sinnen erfahren.

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