Einsatz am Rattwerder

Hann. Münden: Rohrreiniger unsachgemäß verwendet - Häuser geräumt

Gasaustritt in Hann. Münden: Die Feuerwehr und Polizei musste zwei Häuser räumen.
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Gasaustritt in Hann. Münden: Die Feuerwehr und Polizei musste zwei Häuser räumen.

Gefahrstoffeinsatz in Hann. Münden. Im Bereich Rattwerder ist Schwefelwasserstoff ausgetreten. Zwei Häuser mussten geräumt werden. Es gab keine Verletzten.

Update: Freitag, 03.09.2021, 14.25 Uhr: Hann. Münden – Wegen eines unsachgemäß eingesetzten Rohreinigers in einem Kellerraum musste in Hann. Münden am Freitag, 03.09.2021, die Feuerwehr anrücken. Zwei Gebäude mussten geräumt werden. Grund war das Gas Schwefelwasserstoff, welches sich gebildet hatte.

Hann. Münden: „Undefinierbarer Geruch“ zog Einsatz nach sich

Wie Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Dieter Röthig berichtet, wurde die Feuerwehr gegen 8.50 Uhr an die Straße Am Sportplatz im Bereich Rattwerder in Hann. Münden gerufen.
Ein Zeuge habe einen „undefinierbaren Geruch“ in einem der Häuser gemeldet, heißt es von der Polizei in Göttingen.

Vor Ort evakuierte die Feuerwehr vorsorglich zwei Mehrfamilienhäuser, davon waren laut Feuerwehr etwa zehn Menschen betroffen. Ein Bewohner musste aus einem Haus herausgeholt werden. Es gab allerdings keine Verletzten, so die Polizei. Die Feuerwehrleute betraten das Haus unter Atemschutz.

Zuerst habe man mit einem Austritt von Erdgas gerechnet, so der Stadtbrandmeister. Bei dem austretenden Gas handelte es sich allerdings um Schwefelwasserstoff. Rohrreiniger habe „ausgegast“.

23 Feuerwehrleuten aus Hann. Münden und Gimte im Einsatz

Die Feuerwehr belüftete den Kellerraum und spülte den Kanal mit einer großen menge Wasser durch. Schwefelwasserstoff ist schon in geringer Konzentration an dem Geruch nach faulen Eiern zu erkennen. Der Stoff ist hochgiftig und kann Kopfschmerzen, Schwindel, Schäden an den Augen, Brechreiz und Bewusstlosigkeit hervorrufen. Dieter Röthig sprach davon, dass die Situation durchaus „gefährdend“ war.

Neben 23 Feuerwehrleuten aus Hann. Münden und Gimte waren Rettungsdienst, Polizei und die Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) im Einsatz. Es bestehe laut Polizei kein strafrechtlich relevanter Bestand, es werden keine Ermittlungen geführt.

Satufenberg im März: Chlorgas führte zu Großeinsatz

In Landwehrhagen (Gemeinde Staufenberg) führte im März unsachgemäß gemischtes Reinigungsmittel zu einem ähnlichen Gefahrstoffeinsatz. Damals hatte sich Chlorgas gebildet, Anwohner klagten über Augenreizungen. Das Gas hatte sich bei Dachreinigungsarbeiten gebildet.

Gefahrstoffeinsatz am Freitag in Hann. Münden

Erstmeldung: Freitag, 03.09.2021, 10.35 Uhr: Hann. Münden - Wegen starkem Gasgeruch im Bereich Rattwerder in Hann. Münden wurde am Freitag, 3.9.2021, um 8.50 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Wie Stadtbrandmeister Dieter Röthig mitteilte, war an der Einsatzstelle an der Straße Am Sportplatz starker Gasgeruch zu vernehmen. Zwei Gebäude mussten evakuiert werden. Eine Person musste unter Atemschutz aus einem der Häuser geholt werden. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Gas um Schwefelwasserstoff handelte.

Hann. Münden: Schwefelwasserstoff ausgetreten

„Rohreiniger wurde unsachgemäß verwendet“, so Röhtig, sodass es zu einer „Ausgasung“ gekommen sei. Es habe eine Gefährdung vorgelegen. Die Feuerwehr belüftete den Keller und spülte den Abfluss mit viel Wasser nach. Es waren 23 Feuerwehrleute aus Hann. Münden und Gimte im Einsatz. Zudem noch Polizei, Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) und der Rettungsdienst. Der Einsatz war laut Dieter Röthig nach etwa einer Stunde beendet. (Jens Döll)

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