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Arbeitsmarkt im Raum Hann. Münden: Stellen immer länger unbesetzt

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Von: Jens Döll

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Der Fachkräftemangel macht sich im Altkreis immer noch bemerkbar (Symbolbild).
Der Fachkräftemangel macht sich im Altkreis immer noch bemerkbar (Symbolbild). © Nicolas Armer/dpa

Weniger Arbeitslose im Landkreis Göttingen. Fachkräfte weiter händeringend gesucht. Es gibt weniger Arbeitslose, aber Stellen bleiben immer länger vakant.

Altkreis Münden – Die Arbeitslosigkeit im Altkreis Münden hat sich im März verringert. Das teilt Christine Gudd von der Agentur für Arbeit in Göttingen im monatlichen Arbeitsmarktbericht mit. Laut Mitteilung hat sich die Arbeitslosigkeit im Geschäftsstellenbezirk Hann. Münden um 13 Menschen auf 983 verringert.

Altkreis Münden: Im März weniger Arbeitslose als im Februar

Im Vergleich zu vergangenem Jahr waren es sogar 131 weniger. Der Bezirk umfasst die Stadt Hann. Münden, die Samtgemeinde Dransfeld und die Gemeinde Staufenberg und damit den Altkreis Münden. Die Arbeitslosenquote betrug im März 4,4 Prozent (März 2021: 5,1 Prozent). Damit lag der Altkreis unter der Quote des gesamten Landkreises Göttingen.

Im gesamten Landkreis Göttingen belief sich die Arbeitslosenquote auf 5 Prozent, es wurden 8647 Arbeitslose gezählt. Im Vergleich zum Vormonat waren es 269 weniger. Im März 2021 wurden 1850 Arbeitslose mehr gezählt, die Quote damals betrug 6,1 Prozent.

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März geringfügig gestiegen, und zwar um zwei auf 468; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 134 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 91 neue Arbeitsstellen, 13 mehr als vor einem Jahr, so heißt es von der Agentur.

Thema für die Agentur: Fachkräftemangel

Somit ist auch wieder der hohe Stellenbestand das vorherrschende Thema für die Agentur für Arbeit im März. Bewerber fehlen vor allem im Bereich Fach-, aber auch auf dem Gebiet der Anlernkräfte. Das führe dazu, dass die sogenannt Vakanzzeit ständig anstiege. Darunter, so Gudd, verstehe man die Zeit, die zwischen dem Datum der geplanten und der realisierten Stellenbesetzung liegt. Im März lag die durchschnittliche Wartezeit für Unternehmen, die ihre Stelle letztlich besetzen konnten, bei 110 Tagen und somit rund 20 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Wert gilt für das Gebiet der Agentur für Arbeit in Göttingen, der die Landkreise Northeim und Göttingen umfasst. In diesen beiden Landkreises waren im März 6312 Stellen bei der Agentur für Arbeit registriert, 1041 davon wurden im zurückliegenden Monat gemeldet.

Das waren zwar 301 beziehungsweise 22,4 Prozent weniger als im Februar, doch der seit Jahresbeginn gemeldete Stellenzugang liegt mit einem Plus von 744 (25,7 Prozent) weiterhin deutlich über dem gemeldeten Bedarf des Vorjahres.

Die fehlenden Arbeitskräfte stellen seit geraumer Zeit für die Unternehmen eine Herausforderung dar, so Klaudia Silbermann, Chefin der Agentur für Arbeit Göttingen. „Den Themen Ausbildung und Qualifizierung von Beschäftigten komme daher immer größere Bedeutung zu.“

Osterferien: Zeit für ein Praktikum

Silbermann appellierte an die Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber, die Osterferien auch für die Suche nach einem Ausbildungsplatz zu nutzen und zum Beispiel ein kurzes Praktikum zu machen. Zudem geht der Blick von Silbermann auch zum Krieg in die Ukraine.

„Natürlich beobachten wir auch mit Sorge, welche Auswirkungen der Krieg in der Ukraine mittelbar auf den Arbeitsmarkt haben könnte“, wird Silbermann zitiert. Dabei rückten vor allem die Lieferketten und deren Verletzlichkeit in den Blick, ein Thema, das bereits wägend der Coronapandemie in den Vordergrund gerückt sei. (Jens Döll)

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