Nässe auf mehreren Etagen

Grotefends Geburtshaus in Hann. Münden ist "ein wirtschaftlicher Totalschaden"

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In schlechtem Zustand: Das Geburtshaus von Georg Friedrich Grotefend. Klicken Sie rechts oben auf das Kreuz, um das gesamte Foto zu sehen.  

Hann. Münden. Die Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt will das Geburtshaus des Keilschrift-Entschlüsselers Georg Friedrich Grotefend kaufen und sanieren. 

Das Gebäude Ziegelstraße 39 gehört derzeit einer Frau in Kanada. Deren Lebensgefährte sei einst aus Münden ausgewandert, beschreibt es Bernd Demandt von der Bürgergenossenschaft. Nach dessen Tod erbte sie das Gebäude. Schon lange versucht die Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt, den Kontakt zur Hausbesitzerin zu pflegen und sie zum Verkauf zu bewegen.

Ein Problem war, dass die Kanadierin den Wert des Erbstücks mitten in einer deutschen Stadt deutlich höher einschätzte, als er tatsächlich ist.

Ein Gutachten habe nun einen Verkehrswert von einem Euro ergeben. Obendrein hatte die Stadt auf eigene Rechnung aus Sicherheitsgründen eingreifen müssen, sodass Kosten aufgelaufen seien. Würde man der Besitzerin nun lediglich anbieten, diese Kosten zu übernehmen, würde sie nicht in den Verkauf einwilligen, so viel sei sicher. Daher strebt die Bürgergenossenschaft jetzt an, 15 000 Euro zusammenzubekommen.

Das Haus sei eigentlich ein „wirtschaftlicher Totalschaden“, so Demandt. Als vor einigen Jahren die Schaufensterscheibe eingeworfen worden war, habe das Ordnungsamt sich dessen angenommen und festgestellt, dass das Dach undicht war und die Nässe bereits durch mehrere Etagen drang. Eine sofortige Sicherungsmaßnahme war nötig. Spätestens seit dem sei klar, wie kaputt das Gebäude innen ist. Es steht auf gut 50 Quadratmetern Grundstücksfläche, bietet also nicht viel Platz. Es gibt ein Vorder- und ein Hinterhaus. 

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