Maximal 3 Tonnen

Wohnwagen zu schwer für Brücke: Campingplatzbetreiber in Hann. Münden fürchten um Existenz

Die Verkehrsschilder (Zeichen 262 und 263) zeigen die Maximalbelastungsgrenze der Brücke über die Fuldaschleuse in Hann. Münden an. Im Hintergrund ist die Einfahrt des Campingplatzes von Familie Busch zu sehen.
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Tonnenbegrenzung: Die Schilder an der Brücke über die Fuldaschleuse zeigen die Beschränkungen an. Diese sollen nun baulich durchgesetzt werden. Die Campingplatzbetreiber fürchten um ihre Existenz.

Eine Brücke bereitet den Betreibern des Campingplatzts in Hann. Münden sorge. Sie ist nur bis zu einer bestimmten Belastungsgrenze ausgelegt. Dies soll nun baulich durchgetzt werden.

Hann. Münden - Eine Brücke droht zum Nadelöhr zu werden. Gemeint ist die Drehbrücke, die die Fuldaschleuse überspannt und den Campingplatz von Busch Freizeit mit dem Tanzwerder verbindet. Seit jeher dürfe die Brücke nur Fahrzeuge bis maximal drei Tonnen überqueren, sagt Michael Rabbe, Sachbereichsleiter beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Hann. Münden, welches Schleuse und Brücke betreibt. Das soll nun durch stabile Begrenzungen durchgesetzt werden. Campingplatzbetreiber Anne und Uwe Busch fürchten dadurch um ihre Existenz.

Hann. Münden: Betonsperren sollen Breite der Brücke regulieren

„Das Problem ist, dass immer mehr Leute mit Campingmobilen kommen statt mit Anhängern“, sagt Uwe Busch. Diese wären öfters schwerer als drei Tonnen. „Wenn jemand bei uns anfragt, weisen wir ihn auf die Beschränkung hin“, fügt seine Frau hinzu. Die beiden befürchten, dass Gäste ausbleiben. Geplant seien Betonstelzen links und rechts mit einer Querverbindung. Somit soll die Durchfahrtshöhe auf 3,25 Meter begrenzt werden, sowie durch Betonsperren die Breite von 2,55 Meter auf 2,40 Meter.

Das würde laut Ehepaar Busch viele Camper abschrecken. An die Gesprächsbereitschaft des WSA glauben die beiden nicht. „Wenn ein Gespräch von Interesse wäre, hätten man uns vorher gefragt“, sagt Anne Busch. Die Stadt Hann. Münden hätte ihnen Unterstützung zugesichert. Uwe Busch fordert vom WSA, die Brücke für dreieinhalb Tonnen freizugeben.

WSA zur Brücke in Hann. Münden: Schwere Mobile beschädigen das Bauwerk

„Immer wieder wird uns gemeldet, dass Fahrzeuge die schwerer sind, die Brücke überqueren“, heißt es von Rabbe. Schilder teilen die Tonnagengrenze mit, doch das werde oft ignoriert. Es komme zu Beschädigungen der Brücke.

Ziel: Neubau der Brücke in Hann. Münden

Den Betreibern des Campingplatzes wurde laut Rabbe bereits „vor längerer Zeit“ die Problematik erläutert. Rolf-Dieter Summa, Leiter des WSA-Außenbezirks Hann. Münden, sagt, dass man die Sorgen der Campingplatzbetreiber verstehe. „Wenn die Brücke aber komplett gesperrt werden muss, wär das noch schlimmer“, sagt er. Ziel sei es, die Brücke in ihrer Form aufrechtzuerhalten, bis ein Ersatz gebaut werden könne. (Von Jens Döll)

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