Einmal in fremde Aktivitäten schnuppern

Zwei Jugendliche aus Hann. Münden tauschten für KiKA-Sendung die Hobbys

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Auf geht es ins Wasser: Emily Wenzel gibt Luca Meyer letzte Tipps für seine erste Wasserski-Fahrt.

Hann. Münden. Er stand in seinem Leben vorher noch nie auf Wasserskiern und sie konnte mit Tischtennis bislang nichts anfangen: Luca Meyer (12) und Emily Wenzel (13) tauschten für eine KiKa-Sendung ihre Hobbys.

Die Eltern des beiden Jugendlichen sind befreundet, trotzdem hatten Luca und Emily vor diesem kleinen Experiment nicht viel mit dem Lieblingssport des jeweils anderen zu tun. Jetzt aber, sind sie sich sicher, können sie sich gut vorstellen, öfters Wasserski zu laufen beziehungsweise Tischtennis zu spielen. Hintergrund des Tausches ist eine TV-Sendung des KiKA, für die die Kinder vor der Kamera standen.

„Anfangs war das Wasserski-Fahren relativ schwer“, erzählt Luca. Er, der zwar aufgrund seines jahrelangen Trainings beim TSV Werra Laubach einen guten Gleichgewichtssinn hat, machte sich Sorgen, wie er überhaupt auf den Skiern im Wasser stehen bleiben sollte.

„Die Bugwellen waren eine Herausforderung“, meint der Zwölfjährige. Das Motorboot fuhr mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Kilometern pro Stunde auf dem Fluss, bis zu 100 km/h sind bei Profis nicht unüblich. Kein Wunder also, dass Luca nach seinem ersten Mal Wasserski Muskelkater bekam. Nach seiner ersten Runde auf der Werra – nach einer Einweisung durch Emily Wenzel –, und ohne ins Wasser zu stürzen, stellte er aber fest: „Das mache ich noch mal!“ Um Slalom um Bojen zu fahren oder Tricks auf dem Wasser zu machen, dafür müsste er noch viel üben. Sein nächstes Ziel in Sachen Wasserski wäre also erst einmal, von zwei Skiern auf einen Mono-Ski zu wechseln.

Höchste Konzentration: Für ein interessanteres Training sollen Zielfiguren getroffen werden.

Noch einmal Tischtennis spielen: Auch das hat Emily Wenzel, Weltmeisterin im Trickski, nach dem Experiment fest vor. „Ich habe gemerkt, dass man beim Tischtennis viel mehr Dinge beachten muss, als man vorher gedacht hat“, erklärt die 13-Jährige, die vor Kurzem an den Europameisterschaften im Wasserski in der Ukraine teilgenommen hat. Besonders die Art und Weise, wie der Tischtennisschläger gehalten werden muss, damit der Ball gut über die Platte fliegt sowie die ideale Entfernung zur Tischtennisplatte, die den Schlag beeinflusst, haben sie beeindruckt.

Gemeinsam mit den Mitgliedern des TSV Werra Laubach übte sie unter der Anleitung von Luca, der seit seinem 8. Lebensjahr Tischtennis spielt, in der Mündener Jahnhalle. Schnell merkte sie: Es ist wichtig, eine gute Motorik bei dem Spiel zu haben und möglichst immer passend zum Ball zu stehen. So einfach, wie Tischtennis scheint, ist der Sport nämlich nicht, erklärt auch Lucas Vater Ingo Meyer, der ebenfalls Tischtennisspieler ist. „Das ist nicht wie Pingpong“, sagt er. Viele beginnen den Sport, merkten aber beim Training schnell, wie komplex er sei. Emily Wenzel und Luca Meyer haben den Hobbytausch gut gemeistert, nicht zuletzt aufgrund ihres sportlichen Ehrgeizes.

Ihre Erlebnisse sind in der Sendung „HobbyMania“ am Samstag, 1. September, um 16.55 Uhr auf dem TV-Sender KiKA zu sehen.

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