Marktgeschichten 

Mündener Wochenmarkt: Geschwisterpaar aus Barterode beerbt Oma 

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Dritte Generation: Kathrin und Jan Oppermann von der Gärtnerei Oppermann sind Teil des Mündener Wochenmarkts. 

Das Geschwisterpaar Jan und Kathrin Oppermann verkauft Pflanzen auf dem Mündener Wochenmarkt. 40 Sorten Tulpen produzieren sie. Schon als Kinder halfen sie im Geschäft ihrer Oma.

Ob Amaryllis, Weihnachtstern oder Alpenveilchen: Die Geschwister Jan (26) und Kathrin Oppermann (29) von der Gärtnerei Oppermann aus Barterode bieten ihren Kunden beim Mündener Wochenmarkt viele Blumensorten an. Der Familienbetrieb baut Pflanzen auf einer 5000 Quadratmeter großen Fläche an. „Unsere Tulpen mag ich sehr. Wir produzieren über 40 verschiedene Sorten“, sagt Kathrin Oppermann.

Adventskränze sind Verkaufsschlager

Ein Verkaufsschlager darf im Angebot während der Vorweihnachtszeit auch nicht fehlen: Adventskränze. „Die Tage vor dem ersten Advent und kurz vor Weihnachten sind sehr arbeitsintensiv. Viele Kunden kaufen dann Geschenke ein“, sagt Jan Oppermann. Die Geschwister halfen schon als Zwölfjährige ihrer Oma auf dem Markt in Hann. Münden. „Mit dem Trinkgeld konnte ich mein Taschengeld aufbessern“, sagt der Bruder.

Noch heute würden sich viele Kunden nach dem Wohlbefinden von Oma Ruth erkundigen. Die 83-Jährige war über 50 Jahre als Verkäuferin beim Mündener Markt. „Wir hatten immer viel Spaß mit ihr in Hann. Münden“, erinnert sich Kathrin Oppermann. Deswegen entschlossen sich beide für eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner. 

Lehre im Familienbetrieb 

Jan Oppermann machte als 16-Jähriger seine Lehre im Familienbetrieb. Seine Schwester lernte bei einer Gärtnerei in Wulften. Zuvor hatte sie eine Lehre als Bürokauffrau begonnen. „Das war mir aber zu langweilig“, sagt die 29-Jährige. Statt in einem Büro Akten zu wälzen, ist Kathrin Oppermann nun oft an der frischen Luft unterwegs – ob bei der Pflanzenernte oder beim Verkaufsstand in der Dreiflüssestadt. „Mir gefällt der persönliche Austausch mit den Kunden sehr. Mittlerweile haben sich die meisten Kunden an unsere Gesichter gewöhnt“, sagt Jan Oppermann.

Auf die Frage, ob er wie Oma Ruth auch einmal zu einer Mündener Marktlegende wird, antwortet er: „Die Chancen stehen gut. Neun Jahre habe ich ja schon geschafft.“

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