Schlechter Zustand

Hann. Mündener wollen Brunnen wiederbeleben

+
Seit Jahren klafft ein Loch: Friedhelm Schäfer und Rolf Rechtenbach würden gerne die Bänke am Weg zum Hainbuchenbrunnen und den Hainbuchenbrunnen selbst wieder in Schuss bringen. 

Ein Treffpunkt von Anwohnern und Spaziergängern – das war der Hainbuchenbrunnen. Zwar gehen noch Spaziergänger an der Waldquelle vorbei, aber die Tage als Treffpunkt sind vorbei.

Friedhelm Schäfer und Rolf Rechtenbach, Anwohner am Hainbuchenbrunnen, wollen den Brunnen wiederbeleben. Wirklich verschwunden ist der Brunnen, nachdem ihn die Stadt Hann. Münden vor Jahren zurückgebaut hat, zwar nicht. Als solcher zu erkennen ist er aber nur, wenn man genau hinschaut.

Früher habe es sogar kirchliche Messen am Hainbuchenbrunnen gegeben, erinnern sich Schäfer und Rechtenbach. Kinder haben im Brunnen geplanscht, Hundebesitzer haben sich dort zum gemeinsamen Gassi-Gehen mit ihren Tieren getroffen, jetzt klafft, wo einst der Brunnen war, ein großes Loch, aus der Quelle fließt ein schmaler Rinnsal Wasser in das noch mehr oder weniger erhaltene Becken und in einen mit Schutzgitter versehenen Ablauf.

Das Ziel der beiden Männer: Den Hainbuchenbrunnen wieder attraktiv für Spaziergänger und Touristen gestalten und auch eine Sitzbank zum Brunnen soll wieder flott gemacht werden. Denn: Von der Straße Am Hainbuchenbrunnen kommend direkt zu Beginn des Forstweges stehen die traurigen Reste einer Sitzbank.

Ihr fehlt die Rückenlehne und sie ist rostig, das verbliebene Holz leidet unter der Vernachlässigung. Schäfer und Rechtenbach wollten die Bank schon in Eigenregie reparieren – eine Erlaubnis dafür erhielten sie nach eigenen Angaben von der Stadt Münden dafür nicht.

Die Brunnenanlage sei seit etwa 30 Jahren in diesem Zustand, erklärt die Stadt Hann. Münden auf HNA-Anfrage. Nachdem sich immer wieder feine Sedimente dort angesammelt hatten, wurde beschlossen, den Brunnen von Zeit zu Zeit auszubaggern. Vor etwa sieben Jahren wurde zudem ein Gitter vor dem Einlauf montiert, da angestautes Laub das Rohr verstopft habe. 

Eine Notwendigkeit für Grünpflege sieht die Stadtverwaltung nicht, da sich der Brunnen im Wald befinde. Angestautes Laub am Gitter könnten Bürger allerdings gerne entfernen, wenn sie dies wollen. 

Zur maroden Bank hieß es vonseiten der Stadt: „Die marode Sitzbank zu Beginn des Fortweges ist an dieser Stelle eher schlecht angebracht, da eine Bank an diesem Ort völlig im Schatten liegt.“

Sinnvoller wäre dagegen eine Sitzbank, die direkt am Hainbuchenbrunnen aufgestellt werde, für zum Beispiel Wanderer, die den Weg zum Brunnen abgelaufen sind. 

Das Forstamt in Hann. Münden habe angeboten, am Hainbuchenbrunnen eine Bank aufstellen zu lassen, in Abstimmung mit der Werkstatt im Naturpark Münden.

Eine zusätzliche Bank am Hainbuchenbrunnen begrüßen Schäfer und Rechtenbach. Dennoch halten sie am Vorhaben fest, die marode Sitzgelegenheit zu Beginn des Trimm-dich-Pfades zu erhalten und zu ertüchtigen. Und auch der Hainbuchenbrunnen soll nicht so bleiben, wie er ist: Bruchsteine, wie sie in der Vergangenheit den Brunnen umrahmten, würden wieder für ein naturbelassenes, ansehnliches Bild sorgen.

Schäfer und Rechtenbach haben Ideen für den Hainbuchenbrunnen – und wollen diese mit der Stadt und dem Forstamt teilen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.