Er tanzt auf großen Bühnen

Polizeianwärter Matthias Gräve ist Sportler des Jahres

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Im Takt: Matthias Gräve mit seiner Tanzpartnerin

Das Jahr 2019 war ein erfolgreiches sportliches Jahr für Matthias Gräve. Der 22-jährige Mündener Polizeianwärter gewann mit seinem Tanzsportteam des TSC- Schwarz-Gold Göttingen fünf Bundesliga Turniere der Saison 18/19, er siegte bei der Deutschen Meisterschaft im Standardtanzen und belegte Platz 3 bei der Weltmeisterschaft in Moskau.

Dafür zeichnete ihn die Landespolizei als Sportler des Jahres aus.

Über diese Auszeichnung habe er sich sehr gefreut, sagt Gräve im Gespräch mit der HNA. Er habe mit 14 Jahren angefangen zu tanzen, einen Grundkurs und dann einen Fortgeschrittenenkurs belegt und Gefallen daran gefunden. Wenig später sei er angesprochen worden, ob er der Formation beitreten wolle. „Ich mag es, mich zur Musik zu bewegen und auch einen sportlichen Aspekt dahinter zu haben.“ Die Formation treffe sich mehrmals die Woche zum Training, in Vorbereitungsphasen an fünf bis sieben Tagen die Woche für bis zu fünf Stunden, je nach Wochentag. Dazu gehörten auch Fitnesseinheiten.

„Es gibt fünf verschiedene Standardtänze, die wir in der Choreografie immer wiederholen und in der Formation zu Bildern stellen“, erklärt Gräve seinen Sport.

Im Training arbeite das Team an der steten Perfektionierung der Tänze. Die Partner stelle der Trainer zusammen. Mit seiner Tanzgruppe hat Gräve mittlerweile an mehreren bundesweiten und internationalen Turnieren teilgenommen, zuerst vor zwei Jahren in Sotschi bei der Europameisterschaft, wo die Gruppe den 5. Platz belegte. Dann gelangten sie bei der Deutschen Meisterschaft in Bremen auf Platz 2.

Gräve  (hinten, 2. von links) tanz seitdem er 14 Jahre alt ist.

Ein Jahr später in Braunschweig auf Platz 3 und 2020 schließlich auf Platz 1, womit sie sich für die Weltmeisterschaft qualifizierten. „Es macht einen unglaublich stolz für das eigene Land tanzen zu dürfen und gegen andere Tänzer als aus Deutschland zu tanzen, da sieht man wie die anderen Nationen tanzen. Das ist eine tolle Erfahrung,“ sagt Gräve.

Zurzeit schreibt der Polizeianwärter seine Bachelorarbeit an der Polizeiakademie in Hann. Münden zu Ermittlungen im Darknet. Am Polizeiberuf gefalle ihm die Abwechslung im Berufsalltag, die Möglichkeit zu Helfen und das Gemeinschaftsgefühl mit den Kollegen.

Seinen Sport mit dem Studium in Einklang zu bringen, sei mit Ausnahme der praktischen Phasen keine Schwierigkeit gewesen. Doch wenn er im Oktober in den aktiven Dienst übergehe, werde es vermutlich schwerer, Schichtdienst und Intensivsport zu vereinbaren. Der Göttinger hofft, in der Nähe seines Teams arbeiten zu können.

„Dass man bei der ersten Ehrung direkt Sportler des Jahres wird, war eine große Überraschung“, sagt Gräve. Immerhin gebe es noch viele andere erfolgreiche Polizeisportler. „Aber mich hat es sehr gefreut.“

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