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Hann. Mündenerin erklärt, wie den Bienen geholfen werden kann

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Von: Amir Selim

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Damit die Bienen Wasser trinken können: Heidrun von Dolsperg hat in die Pflanzenschale ein Stück Holz gelegt, auf dem die Bienen sitzen können. In den Händen ein
Damit die Bienen Wasser trinken können: Heidrun von Dolsperg hat in die Pflanzenschale ein Stück Holz gelegt, auf dem die Bienen sitzen können. In den Händen ein Foto von Großvater Gottlieb, der Imker war. © Amir Selim

Gerade bei der derzeitigen Trockenheit sei es wichtig, dass Bienen Zugriff auf Wasser haben, sagt Heidrun von Dolsperg. Schon als Kind kam sie mit Bienen in Berührung.

Hann. Münden – Der Honig, das Summen und Nektar als Hauptspeise: Diese Dinge verbinden die meisten mit den Bienen. Doch dass die Insekten auch Wasser zum Überleben brauchen, ist oftmals unbekannt.

Großvater, Vater und Ehemann waren alle Imker

„Viele denken, dass die Bienen nur Nektar brauchen und das wars“, sagt Heidrun von Dolsperg. Die Rentnerin aus Hann. Münden ist mit den schwarz-gelben Tieren seit ihrer Kindheit vertraut. Denn sowohl ihr Großvater Gottlieb als auch ihr Vater Alfred waren Imker. „Von klein auf bin ich mit Bienen in Berührung gekommen“, erklärt sie. Und wie es der Zufall wollte, übte ihr verstorbener Ehemann denselben Beruf aus. Deshalb ist es ihr ein Anliegen, zu erklären, wie den Tieren bei der aktuellen Trockenheit geholfen werden kann.

Am besten eignen sich dafür Wasserpflanzen. In deren Pflanzenschalen können Holz oder Moos reingelegt werden, sagt von Dolsperg. Wichtig sei, dass diese möglichst feucht sind. Dann können die Bienen dort Platz nehmen und das Wasser aus dem Holz oder dem Moos aufsaugen. Alternativ taugen auch Pflanzen, die viel Wasser benötigen, wie zum Beispiel Rohrkolben. Der Vorteil gegenüber Wasserpflanzen: Die Bienen können sich auf die Erde dieser Pflanzen setzen. Diese ist dann feucht genug, sodass die Bienen Wasser trinken können. Neben Wasser brauchen die Insekten auch Zucker. Deshalb empfiehlt von Dolsperg diesen ebenfalls angefeuchtet bereitzustellen. Dabei brauchen Bienen gar nicht viel davon: „Fünf Krümelchen Zucker und ein paar Tropfen Wasser“, dann geht es für sie wieder an die Arbeit.

Bienen stechen nur bei Bedrohung

Sobald es wieder regnen sollte, sei die Problematik auch nicht so groß. Dann gehen die Bienen zu den Blüten und nehmen dort Nektar und Wasser auf, sagt von Dolsperg. Pflanzen wie Jasmin, die Ringel- oder Glockenblume fliegen die Bienen gerne an, sagt sie. Auch bei der Gartenpflege könne Gutes für die Tiere getan werden, indem man den Rasen nicht zu kurz mäht. Dann kämen Blumen raus, an denen sich die Insekten vergnügen können, sagt von Dolsperg. Bienen seien generell keine gefährlichen Tiere, sagt die Kennerin. Deshalb brauche man keine Angst vor ihnen haben. „Sie stechen eigentlich nur in höchster Not oder wenn sie sich bedroht fühlen“, erklärt von Dolsperg. Denn die Biene wisse auch, dass sie nur ein Mal zustechen kann. Anders sei das bei den Wespen, die deshalb deutlich aggressiver sind.

Trotz der Nähe zu Imkern habe sie deren Arbeit nie selbst ausgeübt. Aber sie habe schon immer darauf geachtet, Wasser für Bienen zugänglich zu machen. Das werde sie auch in Zukunft tun. (Amir Selim)

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