Mögliche Namensänderung

„Hansestadt Münden“ erneut im Blickpunkt

Ein Buch über die Hansestadt Münden. 

Hann. Münden. „Hansestadt Münden“ – was müsste man tun, um den werbewirksamen Titel im Namen tragen zu können?

Hätte Hann. Münden prinzipiell eine Chance, sich Hansestadt nennen zu dürfen? Das klärt derzeit die Verwaltung. Fachleute zählen Münden zur Hanse. Angesichts der geplanten Umgestaltung der Uferstraßen (Schlagden) ist das Thema Hanse wieder präsent. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses angesprochen. Denn jetzt hätte man die Chance, direkt am Wasser, diesen Teil der Mündener Vergangenheit im Stadtbild lebendig werden zu lassen. Ob man auch den Titel im Namen will, das hätte der Rat zu entscheiden, so Pressesprecherin Julia Bytom auf HNA-Anfrage. Damit der Rat Informationen an die Hand bekommen kann, klopft die Verwaltung ab, was bei einem solchen Schritt zu beachten wäre, stehe aber noch am ganz Anfang.

Eine Namensänderung in „Hansestadt Hann. Münden“ müsste man beim Niedersächsischen Innenministerium beantragen, skizziert es Bytom, und dazu fachliche und historische Gründe angeben. Eine externe Kommission würde den Antrag prüfen.

Die Stadt könnte auch dem Städtebund „Die Hanse“ beitreten, einem freiwilligen Netzwerk jener Kaufmannsstädte, die zur historischen Hanse gehörten oder im regen Handelsaustausch mit ihr standen, heißt es beim Hansebund. 187 Städte in 16 Ländern sind derzeit Mitglied, darunter sind auch Einbeck, Duderstadt und Osterode aufgelistet – drei der Partner aus dem Fachwerk-Fünfeck.

Korbach vermarktet sich seit einigen Jahren als „Hessens einzige Hansestadt“. Welche Erfahrung die Stadt im Waldecker Land damit gemacht hat, interessiert Thomas Kossert, Geschäftsführer der Hann. Münden Marketing GmbH. Bei „Hansestadt“ dächten viele an norddeutsche Hafenstädte. Hann. Münden hätte dann gewisse Erwartungen zu erfüllen. 

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