Gebäude an der Petersilienstraße

Haus in Münden nach Deckeneinsturz vorerst unbewohnbar

Rund 300 Jahre alt ist das Haus an der Petersilienstraße 8. Derzeit ist es unbewohnbar, weil eine Zwischendecke eingestürzt ist.
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Rund 300 Jahre alt ist das Haus an der Petersilienstraße 8. Derzeit ist es unbewohnbar, weil eine Zwischendecke eingestürzt ist.

Rund 300 Jahre alt ist das Haus an der Petersilienstraße 8 in Hann. Münden. Derzeit ist es unbewohnbar, weil eine Zwischendecke eingestürzt ist. Aber abgerissen werden, muss es vermutlich nicht.

Hann. Münden - Nach dem Einsturz einer Zwischendecke hat die Bauaufsicht der Stadt Hann. Münden das Haus Petersilienstraße 8 wegen statischer Mängel für unbewohnbar erklärt.

Bis zu deren Beseitigung sei eine Nutzungsuntersagung für das Gebäude erteilt worden, teilte Burkhard Klapp vom Bereich Stadtentwicklung im Gespräch mit unserer Zeitung mit.

Neben den Schäden durch den Deckeneinsturz gebe es in der Mitte des mehrgeschossigen Hauses einen lokalen Schaden, so Denkmalpfleger Klapp. Eine Treppenhauswand sei vom Erdgeschoss bis zum Dach durchfeuchtet.

Der Aufenthalt in dem Haus sei gefährlich, eine Einsturzgefahr für das rund 300 Jahre alte Fachwerkhaus aus dem Barock insgesamt bestehe aber nicht. Die Bewohner hätten auch noch Gelegenheit gehabt, in Begleitung wichtige Dinge aus dem Gebäude zu holen. Klapp geht davon aus, dass der Schaden an dem Gebäude behoben werden kann, es keinen Abriss geben wird.

Vergangenen Freitag war in dem Haus eine Zwischendecke eingestürzt. Bei dem Unglück waren ein Mann und eine Frau schwer verletzt worden. Die Frau war ins Klinikum Kassel, der Mann in die Göttinger Universitätsklinik gebracht worden. Beide würden weiterhin stationär behandelt, informierte die Polizei.

Für die Familie mit Kindern, die in dem Haus lebte, habe die Eigentümerin eine Lösung gefunden, teilte Julia Bytom, Sprecherin der Stadt Hann. Münden, mit.

Wie es zu dem Einsturz kommen konnte, ist bisher noch nicht geklärt. Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen. Dabei wird auch untersucht, ob es möglicherweise einen Zusammenhang mit Renovierungsarbeiten gibt. Klapp betonte, dass Fachwerk nicht unsicherer als andere Gebäudekonstruktionen sei. Im Gegenteil. Fachwerk habe den Vorteil, dass sich Schäden, etwa in Form von Rissen, früh zeigten, ohne dass eine Einsturzgefahr bestehe. Das setze aber voraus, dass es nicht mit Wandverkleidungen verdeckt werde. (Von Ekkehard Maass)

Von Ekkehard Maass

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