Hauseigentümer: "Sie können uns zu nichts zwingen"

Protestaktion gegen Verfall der "Haas-Häuser": Echo aus Bad Orb

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Bitte um Anteilnahme: An den Blumenkübeln vor den verwahrlosten Häusern kleben Einladungen zur Protestaktion kommenden Samstag.

Hann. Münden/Bad Orb. Die für Samstag in der Mündener Altstadt angekündigte Protestaktion gegen den Verfall von Fachwerkhäusern findet ein Echo in Bad Orb, dem Sitz der Firma, der sieben Häuser gehören.

„Wir verkaufen erst an die Stadt, wenn der Preis stimmt“ - mit diesen Worten zitiert die Gelnhäuser Neue Zeitung (GNZ) Karl-Herbert Haas, Bad Orb. Formal ist er zwar nicht mehr persönlich der Eigentümer der sieben in der Mündener Altstadt verfallenden „Haas-Häuser“, spricht in der GNZ aber trotzdem von „wir“, wenn es um die Immobilien geht.

Angesprochen auf den am kommenden Samstag in Münden anstehenden Protest-Trauerzug antwortete Haas der Zeitung: „Die können sich aufregen, aber sie können uns zu nichts zwingen.“

Die Häuser sind Eigentum der in Bad Orb ansässigen Kokon GmbH, deren Geschäftsführer Eppo Haas ist, Prokuristin ist die Ehefrau von Karl-Herbert Haas. „Wir verkaufen erst an die Stadt, wenn der Preis stimmt“, heißt es in dem Artikel weiter, und an eine Sanierung sei, so Haas, nicht zu denken, denn der Immobilienmarkt in Hann. Münde sei kaputt. Er spricht davon, dass man die Häuser auch auf die Karl-Herbert-Haas-Stiftung übertragen könnte, die dann gegebenenfalls Eigentumswohnungen daraus machen könnte.

Die Bürgerinitiative Denkmalaktivisten lädt für Samstag, 18. Juli, zu einem Trauermarsch ein, bei dem jedes der Häuser aufgesucht wird. Achtung, der Treffpunkt wurde geändert: Start ist jetzt um 11 Uhr auf dem Platz zwischen Rathaus und Blasiuskirche (Szeneplatz).

An jedem Haus wird eine „Trauerrede“ gehalten und aus der Geschichte des Gebäudes berichtet. Jeder kann teilnehmen, um „dem Anlass entsprechende Kleidung“ wird gebeten, heißt es auf den Flugblättern.

Lesen Sie dazu auch:

- Denkmalaktivisten protestieren gegen Verfall der Haas-Häuser

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