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Haushaltsplan in Hann. Münden 2023 im Plus

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Von: Thomas Schlenz

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Hann. Münden von oben. Die Stadt liegt a Fulda, Werra und Weser.
Hann. Münden von oben. Die Stadt liegt a Fulda, Werra und Weser. © Christian Mühlhausen

Hann. Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg hat in der jüngsten Sitzung des Rates am 15. Dezember den Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2023 eingebracht.

Hann. Münden – Der Haushaltsplan rechne mit Erträgen in Höhe von 50,645 200 Millionen Euro und plane Aufwendungen in Höhe von 50,614 600 Millionen Euro. Somit weise der Haushaltsplanentwurf 2023 im Ergebnishaushalt einen zu erwartenden Überschuss in Höhe von 30 600 Euro aus.

Laut Dannenberg bedeute das aber keineswegs Entwarnung: „Die finanzielle Lage der Stadt ist weiterhin dramatisch und auch die Entwicklung der mittelfristigen Finanzplanung lässt erwarten, dass die auflaufenden Fehlbeträge auf längere Sicht weiter zunehmen werden“, betonte Dannenberg.

Nur unter äußersten Anstrengungen sei es gelungen einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Die Risiken, dass durch äußere nicht kalkulierbare Faktoren das Ergebnis negativ beeinflusst würden, seien hoch.

Bei geplanten Investitionen in Höhe von 8,2 Millionen Euro könne die Stadt an Finanzierungsmitteln, bei eigenen Finanzmitteln in Höhe von rund 262 600 Euro, insgesamt eine Summe von rund 2,3 Millionen Euro aufbringen. Somit sei eine Kreditaufnahme von 5,8 Millionen Euro zu veranschlagen, um die Auszahlungen für die beabsichtigten Investitionstätigkeiten zu finanzieren, was zu einer Nettoneuverschuldung von 4,3 Millionen Euro führe.

In seiner Rede lobte Dannenberg die Anstrengungen des Fachbereichs Finanzen der Verwaltung, insbesondere von Anke Wilhelm, und die seiner Ansicht nach sehr gute Zusammenarbeit mit den Ratsmitgliedern. Der Finanzhaushalt weise als Saldo der Verwaltungstätigkeit ein Überschuss in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro aus. Somit könnten im Jahr 2023 erfreulicherweise die Tilgungen langfristiger Kredite aus dem zuvor genannten Überschuss bedient werden. Die Situation stelle sich in den Folgejahren allerdings als bedrohlich dar. Hier führten die veranschlagten Investitionen dazu, dass es zu weiteren noch höheren Nettoneuverschuldungen kommen werde. Hintergrund sei die Veranschlagung der Tiefbaumaßnahme „Ausbau des Philosophenweges“ zulasten der Jahre 2023 bis 2025, die in ihrer Gesamtheit Kosten von über 7,7 Mio. Euro verursachen werde. Die langfristige Verschuldung der Stadt Hann. Münden steige damit unausweichlich weiter an, erklärte Dannenberg. Die Tilgung der langfristigen Kredite könne teilweise nur durch Liquiditätskredite bedient werden. (Thomas Schlenz)

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