1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Forscher suchen Lösungen für Hann. Mündens Altstadt

Erstellt:

Von: Thomas Schlenz

Kommentare

Nach einem Großbrand hat sich an der Hann. Mündener Rosenstraße eine große Baulücke aufgetan. Wie diese gefüllt wird, ist noch nicht klar.
Nach einem Großbrand hat sich an der Hann. Mündener Rosenstraße eine große Baulücke aufgetan. Wie diese gefüllt wird, ist noch nicht klar. © Petra Siebert

Forscher der HAWK suchen eine Lösung für Hann. Mündens Altstadt. In einer Studie ging es nun um die Baulücken in der Altstadt. Diese würden viele Potenziale bieten, heißt es.

Hann. Münden – Eine Gruppe des Bachelor- sowie Masterstudiengangs Architektur der Fakultät Bauen und Erhalten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) am Standort Hildesheim hat kürzlich in einer Studie erforscht, wie sich Lücken in der Fachwerk-Altstadt von Hann. Münden schließen lassen. Das teilte die HAWK mit.

Hann. Münden: Menschen nehmen Baulücken als Fremdkörper wahr

„Wir suchen für die Lücken der Häuserblöcke in Hann. Münden nach Füllungen, die sich als zeitgenössische Typen verstehen und einen neuen programmatischen Impuls versprechen“, werden die beiden HAWK-Lehrenden Professor Dr.-Ing. Till Boettger und Professorin Dr.-Ing. Birgit Franz, die mit ihren Studierenden vor Ort wirkten, zitiert.

Fachwerkaltstädte in ihrer Struktur und Substanz zu bewahren und zugleich zukunftsorientiert zu transformieren, gleiche in der Komplexität der Lösung des Gordischen Knotens.

„Lückenschlüsse“ übernähmen in diesem Zusammenspiel eine tragende Rolle, und das unabhängig davon, wie die Lücken, die sie zu schließen suchen, entstanden seien.

Aus Lücken ergäben sich wegweisende Potenziale für die gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung. Die Öffentlichkeit nehme Lücken jedoch meist schmerzlich als Wunden im Organismus wahr, die es schnellstmöglich zu heilen gilt.

Dr. Arne Butt, Referent für Denkmalpflege und Wissenschaft der Fördermittelgeberin VGH Stiftung, betonte in seinem Grußwort anlässlich der öffentlichen Vorstellung der Studie, „dass die diskutierten Argumente nicht nur für Hann. Münden relevant sind, sondern sich im Grundsatz auf viele Ortschaften anwenden lassen, die die Bewahrung ihres gewachsenen Stadtbildes zeitgemäß interpretieren wollen.“

Studie wurde zum DKKD-Festival vorgestellt

Die Vorstellung der Ergebnisse fand im Rahmen des Festivals „DenkmalKunst - KunstDenkmal“ (DKKD) in Hann. Münden statt. Als Ort diente zum Thema passend die reformierte Kirche, die im 18. Jahrhundert unauffällig in der geschlossenen Straßenrandbebauung in Fachwerkbauweise errichtet wurde.

Das Projekt selbst und dessen von der VGH Stiftung geförderte Publikation erfolgte laut HAWK in Kooperation mit der Stadt Hann. Münden, der Stadtdenkmalpflege und der Stadtentwicklung und fußt auf einer inzwischen langjährigen Zusammenarbeit mit der HAWK zu unterschiedlichsten aktuellen Frage- und Aufgabenstellungen. (Thomas Schlenz)

Auch interessant

Kommentare