Hundebesitzer zieht es nach Hedemünden

Roller mit tierischem Vortrieb: Hedemündener verkauft Dogscooter

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Reiner Erdmann-Donnert mit Emmi an einem Dogscooter.

Es gibt eine temporeiche Alternative zum klassischen Gassigehen: Dogscooterfahren. Der Mensch steht dabei auf einem Roller, der von einem oder mehreren Hunden gezogen wird.

Reiner Erdmann-Donnert verkauft diese Roller in seinem Geschäft. 

Hundebesitzer aus ganz Deutschland zieht es nach Hedemünden, um einen Dogscooter zu erwerben. Dabei haben sie die Auswahl zwischen verschiedenen Modellen, je nachdem, wie sicher sie selbst schon im Fahren sind, in welcher Gegend sie unterwegs sein möchten oder wie groß und stark der eigene Hund ist.

„Dem Hund selbst macht der Ausflug mit dem Roller genauso Spaß wie seinem Herrchen“, verspricht Erdmann-Donnert. Der Hund werde dabei voll ausgelastet und genieße das etwas andere Gassigehen. Zusammen bewegen Mensch und Tier den Scooter.

Auch Einsteigerkurse werden angeboten 

Der Hund wird mit einer Zugleine und einem dazugehörigen Leinenabstandhalter vor das Gefährt gespannt und zieht den Roller hinter sich her. „Der Mensch sorgt beim Fahren durch das Treten für Unterstützung“, erklärt Erdmann-Donnert. Grundsätzlich kann der Hund-Mensch-Sport mit jedem lauffreudigen, gesunden Hund ausgeübt werden.

Wenn Kunden und ihre Hunde noch keine Erfahrung haben im Dogscooterfahren, bietet Erdmann-Donnert auch Einsteigerkurse an, bei denen er mit den Anfängern fährt und ihnen praktische Tipps gibt.

Die Inspiration erhielt Donnert aus einem YouTube-Video 

Angefangen hat es damit, erzählt der Hedemündener, dass er seinen Hund vor sein Fahrrad gespannt hatte für gemeinsame Ausflüge. 

Die Inspiration dafür bekam er aus einem YouTube-Video. Nach einem Unfall stieg er dann aber auf Dogscooter um, da diese durch den tieferen Schwerpunkt deutlich stabiler seien.

Schließlich entschied er sich dann dazu, sein Hobby zum Geschäft zu machen und so gibt es seinen Laden seit Anfang März 2014. Dogscooter gibt es auch in der Variante mit Elektromotor: Die empfiehlt Erdmann-Donnert, wenn der Hund nicht zugstark genug ist oder man selbst aus körperlichen Gründen nicht in der Lage ist, den Hund zu unterstützen.

Beim Roller mit Hund ist die rechtliche Lage unklar

Er selbst fährt immer noch leidenschaftlich gern Dogscooter und ist oft zusammen mit seiner Schäferhündin Emmi unterwegs.

Während für E-Scooter laut Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung gelte, dass diese grundsätzlich auf Radwegen zu fahren haben, gehören Roller ohne Motor auf den Gehweg, so Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater bei der Polizeiinspektion Göttingen.

Kommt zum Roller der Hund, wird die rechtliche Lage allerdings unklar.

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