Kultusministerium gibt grünes Licht

Hann. Mündener Grundschule Hemeln wird Ganztagsschule

Blick auf die Grundschule Hemeln.
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31 Schüler werden an der Grundschule in Hemeln unterrichtet.

Jetzt ist es offiziell bestätigt: Die Grundschule im Hann. Mündener Stadtteil Hemeln wird Ganztagsschule.

Hemeln – Wer Hemeln kennt, der weiß: Über diese Nachricht freut sich das ganze Dorf. Die Grundschule wird zum kommenden Schuljahr Ganztagsschule. Das Kultusministerium hat seine Zustimmung gegeben.

„Wir freuen uns riesig“, sagte Schulleiterin Daniela Banzhaf gestern, gut eine Stunde, nachdem sie die Nachricht erhalten hat. Damit hat die Grundschule die letzte Hürde genommen. Künftig geht es also nach dem Unterricht, wie die Kinder ihn bisher kennen, weiter.

Um 12.45 Uhr ist dann Pause mit dem Mittagessen, von 14 bis 15.30 Uhr folgen dann die Arbeitsgruppen am Nachmittag. Und dafür hat Daniela Banzhaf nicht nur konkrete Vorstellungen, sondern auch viele Angebote von Vereinen und Einzelpersonen aus Hemeln.

Chor, Theater- und Flötengruppe, Plattdeutschkreis, Kinderfeuerwehr, Imkerei und natürlich Sportangebote gehören dazu. Es soll sogar eine Modelleisenbahn aufgebaut werden, beginnend mit nichts anderem als einer Platte. Es sei schon etwas Besonderes, wie sich das Dorf um seine Kinder kümmere, sagt Daniela Banzhaf. Aber auch die Lehrer werden am Nachmittagsangebot beteiligt sein. So werde es Arbeitsgruppen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik geben, darunter eine Mathematikwerkstatt. Darin geht Daniela Banzhaf mit ihren Schülern der Frage nach, wie und wo Mathe den Alltag prägt.

31 Schüler werden an der Schule derzeit von drei Lehrerinnen unterrichtet, unterstützt von zwei pädagogischen Mitarbeiterinnen. Die erste und die zweite sowie die dritte und die vierte Klasse werden gemeinsam unterrichtet.

Seit 2019 plane sie die Ganztagsschule, sagt Daniela Banzhaf. Im Dezember vergangenen Jahres hat der Rat der Stadt Hann. Münden dem Wunsch der Schule dann zugestimmt. Damit stellte er sich gegen die Stadtverwaltung.

Die hatte sich dagegen ausgesprochen, weil die zusätzlichen Kosten unter anderem für die Einrichtung einer Schulküche aufgrund der Haushaltslage nicht vertretbar seien. Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener hatte daraufhin den Ratsbeschluss der Kommunalaufsicht zur Prüfung vorgelegt. Die hatte allerdings keine Bedenken gegen den Ratsbeschluss. (Ekkehard Maass)

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