Hingucker aus Blech

„The Deutschland Rallye“ startete vom Hann. Mündener Tanzwerder

Der silberne Unimog 1450 und die alten Feuerwehrfahrzeuge zählten auf dem Tanzwerder zu den größten Hinguckern.
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Der silberne Unimog 1450 und die alten Feuerwehrfahrzeuge zählten auf dem Tanzwerder zu den größten Hinguckern.

Die „The Deutschland Rallye“ startete in Hann. Münden. Am Tag der Deutschen Einheit kamen Old- und Youngtimer auf dem Tanzwerder zusammen. Dieser war dafür halbtags gesperrt. Die Rallye hat ein besonderes Konzept.

Hann. Münden – „Es gibt keine fixe Route und für die einzelnen Etappen auch keine festen Zielpunkte“, erläuterte Mitorganisator Dennis Schirmacher vom Hamburger Superlative Adventure Club das Prinzip der „The Deutschland Rallye“. „Alle Teams sind auf sich gestellt, anhand ihres Rallye-Roadbooks den Weg zu den Checkpoints abseits der Autobahnen zu finden, wobei der Gebrauch von Navigationssystemen verboten ist“, so Schirmacher.

Vom Weserbergland bis nach Hamburg

Die erste Etappe führte die Teilnehmer zunächst durchs Weserbergland, den Harz und die Heide in die Region Hamburg. „Danach geht es in den nächsten Tagen weiter über die Ostseeküste Vorpommerns, die Müritz-Region und das Havelland, die Lausitz und das Erzgebirge, das Fichtelgebirge und den Bayerischen Wald, Oberbayern, das Alpenvorland und den Schwarzwald, Mosel und Rhein in den Ruhrpott, wo am 11. Oktober im Industriemuseum Henrichshütte der Zieleinlauf ist“, erzählte Dennis Schirmacher.

Mindetsalter der Fahrzeuge: 15 Jahre

Dass die Veranstalter – anders als bei den meisten von ihnen organisierten Oldtimer-Rallyes – bei „The Deutschland Rallye“ das Mindestalter der Fahrzeuge auf 15 Jahre heruntergesetzt hatten, lag vor allem an der langen Distanz. Das hatte zur Folge, dass neben echten Schätzchen wie einem Citroën DS aus den 1960er Jahren auch viele (mehr oder weniger) moderne und eher unscheinbare Autos auf dem Tanzwerder zu sehen waren.

Echte Hingucker waren dagegen ein ganz in Silber gehaltener Unimog 1450, wie er auch an der Rallye Dakar teilnehmen könnte sowie drei alte Feuerwehrfahrzeuge, die ebenfalls an der Rallye teilnehmen. „Die Teilnehmer sitzen aber nicht nur zum eigenen Vergnügen am Steuer, sondern auch für einen gemeinnützigen Zweck“, betonte Dennis Schirmacher.

Jedes Team musste Geld für Projekte sammeln

So habe jedes Team die Aufgabe, während der achttägigen Tour mindestens 300 Euro für selbst ausgewählte Projekte zu sammeln. „Wir wollen den Teams nicht nur ein großartiges Abenteuer bieten, sondern auch wichtige Projekte unterstützen, die wir im Rahmen unserer Reisen in den verschiedensten Ecken dieser Welt kennengelernt haben“, so Schirmacher, der für Hann. Münden als Startpunkt nur lobende Worte fand.

„Wir wollten in der Mitte Deutschlands starten und haben und auch andere Städte in der Region angeschaut, aber hier haben wir uns wirklich willkommen gefühlt und hier hat einfach alles gepasst“, sagte der Mitorganisator. Und auch die Resonanz der Teilnehmer sei „großartig“ gewesen. „Viele sind zum ersten Mal hier und konnten gar nicht glauben, wie schön es hier ist“, schwärmte Schirmacher. (Von Per Schröter)

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