Wegen anhaltender Trockenheit

Hitzewelle bringt hohe Waldbrandgefahr mit sich

+
Wegen erhöhter Waldbrandgefahr wird vor leichtsinnigem Umgang mit Feuer und Zigaretten im Wald gewarnt.

Altkreis Münden. Wegen der anhaltenden Trockenheit und Hitze ist mit erhöhter Waldbrandgefahr zu rechnen. Das sagt Michael Rudolph, Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten.

Auch der Deutsche Wetterdienst gibt die Waldbrandgefahr im Altkreis Münden für Donnerstag und Freitag aktuell mit Stufe 4 (hohe Waldbrandgefahr) an.

Rudolph sagt: „Passieren kann im Sommer immer etwas, wenn sich Leute unachtsam verhalten. Und das registrieren wir leider viel zu oft.“ Die derzeitige Wettersituation verschärfe die Gefahren nun aber noch.

Besonders weist er auf das Rauchverbot im Wald hin. „Da muss jeder im Sommer sensibel mit umgehen. Es kann schnell ein Funke überspringen und im trockenen Gras ein Feuer entfachen, wenn eine aufgerauchte Kippe einfach irgendwo hingeschmissen wird“, so Rudolph. Auch offenes Feuer beziehungsweise Grillen sollte in der Natur unterlassen werden.

„Es ist wünschenswert, dass Spaziergänger Augen und Ohren offenhalten und sofort die Feuerwehr alarmieren, falls ihnen Rauch oder Flammen in Wäldern auffallen. Bei kleineren Vorfällen können sie vielleicht selbst mit dem Feuerlöscher aus dem Auto helfen“, fügt Rudolph an.

Hann. Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig berichtet, dass im Altkreis in der jüngeren Vergangenheit keine ernsteren Waldbrände vorgekommen sind. Wenn, dann habe man mal mit kleineren Böschungsfeuern zu tun gehabt. „Die bekommen wir in der Regel aber schnell in den Griff“, sagt er.

Nichtsdestotrotz warnt auch er vor dem leichtsinnigem Umgang mit offenem Feuer und Zigaretten im Wald oder Feld sowie im trockenen Gras abgestellten, heiß gelaufenen Autos. „Die Bevölkerung muss mit Sinn und Verstand handeln, damit bei uns weiterhin alles so glimpflich verläuft“, sagt er.

Hintergrund:

Während der Waldbrandsaison von März bis Oktober stellt der Deutsche Wetterdienst täglich aktuelle Waldbrandgefahrenprognosen bereit. Der Zeitraum kann in Abhängikeit von der Witterung unter- oder überschritten werden.

Die Berechnung erfolgt auf der Grundlage stündlicher Zeitreihen. Verwendet werden Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit, Niederschlagsrate beziehungsweise Schneemenge sowie die kurz- und langwellige Strahlung der Atmosphäre. Die Modellausgabe erfolgt in den Stufen 1 bis 5 (1 = sehr geringe, 2 = geringe, 3 = mittlere, 4 = hohe und 5 = sehr hohe Gefahr).

www.dwd.de

Einen Kommentar zum Thema Waldbrandgefahr lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Mündener Allgemeine.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.