Große Geburtstags-Party im August

Hochbad in Hann. Münden wird 60: Ein Tag für alle Wasserratten

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Spaß im Schwimmbecken und auf der Fulda: Unsere historischen Bilder zeigen, wie beliebt das Hann. Mündener Hochbad bereits in seinen Anfangsjahren bei den Menschen aus der Region war.

Das Erscheinungsbild des Mündener Hochbades dürfte deutschlandweit einmalig sein: Es ist höher gelegt. Seit bereits 60 Jahren bietet es den Menschen Lebensqualität.

Für viele Mündener gehört es zur Stadt wie der Weserstein: das Hochbad auf dem Mündener Rattwerder an der Fulda. In diesem Jahr wird es 60 Jahre alt. Um den runden Geburtstag gebührend zu feiern, veranstalten die Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) am Samstag, 10. August, eine große Hochbad-Party mit Familiennachmittag, DJ-Party und Live-Musik am Abend.

„Eine so große Party gab es zuletzt zum 50. Geburtstag vor zehn Jahren. Es ist etwas, das wir nicht alle Tage im Bad haben und wir hoffen auf Spitzenwetter“, sagt VHM-Geschäftsführer Jens Steinhoff. Das Unterhaltungsprogramm beginnt um 14 Uhr auf der Rasenfläche und im Schwimmerbecken.

Das Hochbad in Hann. Münden wird 60.

Dann stehen für alle die Gäste, die Spaß an der Bewegung haben, eine Hüpfburg und Trampoline bereit.

Für die Jüngsten gibt es einen Ballonclown, Kinderschminken, Popcorn und Zuckerwatte. Eine Fotobox steht samt verrückter Outfits bereit.

Darüber hinaus werden sich zahlreiche Mündener Vereine und die Feuerwehr mit Mitmachaktionen wie Tanzen und Karateschulung engagieren. Um 18 Uhr beginnt als krönender Abschluss des Familiennachmittags die Kinderdisco mit DJ Joshua Tappe. Tappe ist es auch, der durch den Nachmittag führen wird.

Der Höhepunkt im Schwimmbereich wird der „Arschbomben-Wettkampf“ gegen 16 Uhr, dessen Gewinner am Ende einen Preis von den Veranstaltern erhalten wird. „Der Spaß steht bei dem Wettstreit klar im Vordergrund“, sagt Steinhoff. Anmeldungen werden bis zum Wettkampfstart ab 14 Uhr bei den Sprungbrettern entgegengenommen.

Für die Party am Abend werden zwei Tanzbereiche angeboten: oben und unten. Ab 19 Uhr führt DJ Pascal Schopny im Nichtschwimmerbecken durch den Abend. Damit das Becken zur Disco wird, wird extra das Wasser herausgelassen. Auf der Rasenfläche am Hochbad wird eine Bühne aufgebaut. Dort spielt ab 19 Uhr die Partyband Flexx. Eine der Sandflächen wird mit Liegestühlen in eine Strandlandschaft verwandelt, in der frische Cocktails genossen werden können. Die Pächter-Familie Nothnagel wird mit der Cafeteria ebenfalls bei der Bewirtung während der Party beteiligt sein.

Zusätzlich wird das Bad mit spezieller Lichttechnik für die späteren Abendstunden ausgeleuchtet werden. Und was kostet die Besucher der Eintritt? Inklusive Freigetränk bezahlen die Besucher der Hochbad-Geburtstagsparty vier Euro. Bis zum zwölften Lebensjahr ist der Eintritt an diesem Tag frei.

„Wir wollen ein möglichst breites Publikum ansprechen, jede Altersgruppe mitnehmen und einen schönen Tag zusammen verbringen. Alle Mündener sind herzlich eingeladen“, sagt Marc Pfütz von der VHM.

Der Badebetrieb wird wegen der Aufbauarbeiten am 10. August erst ab 14 Uhr möglich sein. Das Baden ist trotz des Rahmenprogramms weiterhin möglich.

Was einmal ein Stausee werden wollte...

Im Februar 1955 befasste sich der Mündener Rat mit einem von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Hannover vorgelegten Plan über den Bau eines Fulda-Staudamms in Hann. Münden. Das Vorhaben stand im Zusammenhang mit einer Kanalisierung der Fulda, damit wieder größere Schiffe zwischen Kassel und Münden fahren könnten. 

Die Kasseler Stadtausgabe der HNA schreibt am 5. Februar 1955: „Die bei der Fulda-Kanalisierung in Münden anfallenden Erdmassen sollen in der Mitte des Stausees zu einer Insel aufgeschüttet werden, auf der eine Badeanstalt, Sportanlagen und Zeltplätze entstehen sollen.“ 

Aus dem geplanten Stausee wurde nichts. Das „Schwimm-Stadion-Rattwerder“ wurde nach fünfjähriger Planung dennoch im Juli 1959 eröffnet. Vorab wurden auch Standorte in Volkmarshausen und der Blume diskutiert. Die erste Option lag aber zu weit von der Innenstadt entfernt und die zweite war zu teuer. 

Dass das Bad erhöht errichtet wurde, geht zum einen auf die Idee des Oberbaurats Mänz vom Regierungspräsidium Hildesheim und den Mündener Architekten Oecher zurück. Zum anderen auf die Vorgaben des Wasser- und Schifffahrtamtes. 

Das lehnte ebenerdige Entwürfe zum Bau des Bades auf dem Mündener Rattwerder ab. „Die Erhaltung des kommunalen Bades ist auch eine Erhaltung der Lebensqualität für die Bürger Hann. Mündens“, sagt VHM-Geschäftsführer Steinhoff. An Spitzentagen besuchen auch nach mittlerweile 60 Jahren immer noch an die 2600 Gäste das Bad.

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