Trauungen im Museumshof möglich

Hochzeit in der Scheune in Scheden (Altkreis Münden)

Besondere Atmosphäre: Sascha und Lisa Fuchs aus Scheden heirateten in der besonderen Kulisse der Museumsscheune.
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Besondere Atmosphäre: Sascha und Lisa Fuchs aus Scheden heirateten in der besonderen Kulisse der Museumsscheune.

Auf dem Museumshof in Scheden darf nach den derzeit gelockerten Corona-Auflagen wieder geheiratet werden.

Scheden – Standesamtliche Trauungen sind auf dem Museumshof in Scheden über Jahrzehnte in der Familiengeschichte verankert. Bis ins Jahr 1967 traute der Bürgermeister Alfred Beuermann die Brautpaare noch in der guten Stube des Wohnhauses. Als Karsten Beuermann und seine Lebensgefährtin Birgit die Tradition wieder aufleben lassen wollten, auf dem eigenen Hof standesamtlich getraut zu werden, fragten sie kurzer Hand beim Standesamt in Dransfeld nach.

„Unter der Voraussetzung, dass auch andere Paare für eine standesamtliche Trauung diesen Ort nutzen durften, bekamen wir die Erlaubnis“ erzählt Birgit Beuermann. Seither ist sie die Ansprechpartnerin und Planerin der Events auf dem Museumshof.

Seit 2014 haben vier bis sechs Paare pro Jahr die Möglichkeit genutzt, sich in dieser Location das Ja-Wort zu geben. Dort, wo die Dorfgeschichten zum Greifen nah sind und das rustikal-ländliche Ambiente das ganz besondere Flair ausmacht. Im Vorfeld treffen sich die Paare vier bis sechs Wochen vor ihrem Termin mit Birgit Beuermann, planen mit Ihr den Ablauf, besprechen eventuelle Musikeinlagen oder persönliche Wünsche.

„Ich stimme alles genau mit dem Brautpaar ab. Es ist immer spannend. Vor allem weil wir jüngere und auch ältere Brautpaare haben“, erzählt Birgit Beuermann.

So kann man sich entweder in der Museumsscheune, dem Trauzimmer oder auch im Garten trauen lassen. Waren vor Corona 65 bis 70 Personen die Obergrenze, sind es derzeit 20 Personen in der Scheune. Es sind die Gespräche während, vor und nach der Zeremonie, die Beuermann interessant findet. Durch die Ausstellungsstücke kommen Erinnerungen der Gäste wieder hoch, sofort ist man im Gespräch mit der Veranstalterin und wer möchte, kann eine Führung durch das Museum mit Marianne Beuermann hinzubuchen. „Es sind nicht nur Trauungstermine, die hier gebucht wurden. Wir hatten schon recht witzige Buchungen“, meint Beuermann.

So wurde in der Scheune eine Baby-Willkommensparty gefeiert oder eine Motorradgruppe machte Rast auf dem Hof, um dort zwei Mitglieder trauen zu lassen und im Anschluss die Fahrt fortzusetzen. Ein Ehepaar wurde zur Silberhochzeit nach 25 Jahren, ergo dem, was laut Gesetz als „lebenslänglich“ gilt, freigesprochen, erneuerte aber umgehend ihr Eheversprechen.

„Es ist bei uns eben kein Schlosshof-Ambiente, sondern eher rustikal zusammengewürfelt. Aber unsere Gäste fühlen sich hier einfach wohl in der lockeren Atmosphäre. Da lugt auch schon mal der Turnschuh unter dem Brautkleid hervor“, so Beuermann, die sich für jedes Event Urlaub nimmt.

Da der Museumshof kein Gastronomie-Betrieb ist, bringen die Gäste Verpflegung und Getränke mit. Es wird einfach unkompliziert familiär gehandhabt und auch die ganze Familie Beuermann steht an den Veranstaltungstagen parat. (Margitta Hild)

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