1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Hoffnung für den Stadtwald: Regenfälle taten den Bäumen gut

Erstellt:

Von: Clara Veiga Pinto

Kommentare

Nach den vergangenen Dürrejahren, die den heimischen Wäldern ziemlich zugesetzt haben, gibt es nun einen kleinen Lichtblick. Der Regen der vergangenen Monate schürt Hoffnung bei Experten.
Nach den vergangenen Dürrejahren, die den heimischen Wäldern ziemlich zugesetzt haben, gibt es nun einen kleinen Lichtblick. Der Regen der vergangenen Monate schürt Hoffnung bei Experten. © Monika Skolimowska/dpa

Die vergangenen Monate haben dem Wald gutgetan. Durch die vermehrten Regenfälle konnten sich einige Bäume erholen.

Altkreis Münden – Nach den vergangenen Dürrejahren, die den heimischen Wäldern ziemlich zugesetzt haben, gibt es nun einen kleinen Lichtblick. Der Regen der vergangenen Monate schürt Hoffnung bei Experten.

„Die Vegetationsperiode 2021 war überdurchschnittlich nass, sodass es zu keiner ausgeprägten Trockenperiode kam und die Oberböden häufig gut durchfeuchtet waren“, sagt Dr. Gitta Langer, Leiterin des Sachgebiets Mykologie und Komplexerkrankungen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA).

Niederschlag hat noch nicht ausgereicht

Trotzdem habe die Niederschlagsmenge noch nicht ausgereicht, um den Gesamtboden zu durchfeuchten, sodass auch zum Ende des Jahres 2021 in vielen Regionen Nordwestdeutschlands die ungewöhnliche Bodentrockenheit anhalte. Dennoch seien die Witterungsbedingungen der vergangenen Monate eine „Erleichterung für die gesunden Bäume“ gewesen.

Die beschädigten und schon erkrankten Bäume können dadurch zwar nicht gerettet werden aber dafür die noch intakten Bäume. Für diese bestehe jetzt wieder Hoffnung. Als Folge der lang anhaltenden Wärme- und Trockenphasen seit dem Jahr 2018 wird seit einiger Zeit auch bei Laubbäumen eine Zunahme der Schäden sowie ein Absterben vieler Bäume beobachtet. Vielerorts spielen dabei Pilze eine zunehmend bedeutendere Rolle und verursachen spürbare Schäden.

Positive Auswirkungen: Quellen sind wieder aktiv

„Ein weiterer Dürresommer würde die Vitalität unserer heimischen Wälder stark herabsetzen und zu einer nochmals erhöhten Mortalität führen“, befürchtet Langer. Auch Susanne Gohde, Leiterin des Forstbetriebs Stadtwald, spürt die positiven Auswirkungen der nassen Monate.

„Nach zweieinhalb Jahren sind einige Quellen wieder aktiv, die zwischenzeitlich trocken waren“, fiel ihr und ihren Kollegen auf. „Das ist ein Indiz dafür, dass der Grundwasserspiegel gestiegen ist.“ An den Bäumen hingegen, sehe man keine direkten Auswirkungen. (Clara Pinto)

Wald muss robuster werden

Stürme, die extreme Dürre und Borkenkäferbefall haben den Wäldern in Deutschland in den vergangenen drei Jahren immens zugesetzt. Um den Wald robuster zu machen, wird vielerorts auf andere Baumarten umgestiegen. Weg vom Fichten- und Bucheneinerlei hin zu einem kleinteiligen, robusten Mischwald mit Baumarten, die besser mit dem Klimawandel zurechtkommen. Alternative Bäume seien beispielsweise Eiche, Ahorn, Esche sowie Kirsche und Elsbeere. 

Auch interessant

Kommentare