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Hohe Spritpreise beschäftigen auch die hiesigen Fahrschulen

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Von: Kira Müller

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Eine Tafel, auf der Fahrschule steht, eine Kreuzung abgebildet ist samt einiger Verkehrszeichen
Hohe Spritpreise beschäftigen auch die hiesigen Fahrschulen © Swen Pförtner/dpa

Die Spritpreise bleiben weiter hoch. Neben den Normalverbrauchern müssen sich auch Fahrschulen auf die Preissteigerung einstellen.

Altkreis Münden – Fahrstunden werden teurer und auch die hiesigen Fahrschulen müssen die höheren Spritkosten mit einkalkulieren.

Sven Müller Fahrlehrer
Sven Müller Fahrlehrer © Eva Krämer

„Ohne Sprit fährt kein Auto“

„Das ist der größte Posten, den wir haben – ohne Sprit fährt kein Auto. Es muss getankt werden, aber es muss trotz höherer Preise eine normale Ausbildung gewährleistet werden“, sagt Sven Müller, Inhaber der gleichnamigen Fahrschule. „Wir müssen es in die Kalkulation mit einberechnen, anders geht es nicht.“

Im Durchschnitt würden Fahrstunden durch die hohen Spritpreise rund drei bis fünf Euro teurer werden, vermutet Müller. Die ab Juni geplante Spritpreis-Bremse hält er für „Augenwischerei“. „Ich glaube nicht, dass das was bringen wird“, sagt er. Der Bedarf an Fahrstunden, an seinen Ausbildungsstandorten Hann. Münden und Dransfeld, sei aber nach wie vor da.

„Momentan ist aber jeder vorsichtig, weil man nicht weiß, was für Kosten auf einen zukommen – und das nicht nur bei der Fahrschulausbildung“, erklärt Müller. Gundolf Kretschmann, Inhaber der Fahrschule Kretschmann, sieht das ähnlich: Seine Schule mit Ausbildungsstandorten in Hann. Münden, Dransfeld und Reinhardshagen sei ebenfalls gut besucht, so der Fahrlehrer. „Die Kosten sind deutlich höher“, sagt Kretschmann. Trotz der Steigerung könnten sie die Preise der Fahrstunden erst mit Neuverträgen anpassen. Die Ausbildungsverträge, die vorher geschlossen wurden, blieben bestehen.

Fahrstunden werden teurer

„Da müssen leider die in den sauren Apfel beißen, die jetzt mit der Fahrschule anfangen“, erklärt er. Dass die Fahrstunden teurer werden, sei ein Grund von vielen, dass die Anmeldungen in der Fahrschule zurückgegangen seien. In seiner Fahrschule wurden die Preise aber nur minimal angehoben: Pro Fahrstunde wird ein Euro mehr eingeplant.

Die Spritpreis-Bremse hält auch er für „dummes Zeug“. „Ich glaube nicht, dass das tatsächlich eine Entlastung sein wird“, sagt er. (Kira Müller)

Entlastungspaket für günstigeren Kraftstoff

Die Bundesregierung hat im Entlastungspaket II eine Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe beschlossen. Für die Monate Juni bis August wird die Energiesteuer auf Kraftstoffe auf das europäische Mindestmaß abgesenkt. Das bedeutet für Benzin eine Steuerentlastung von 30 Cent je Liter, für Diesel 14 Cent pro Liter. Die Reduzierung soll an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden, heißt es auf der Internetseite der Bundesregierung. 

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