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Dransfelder Kulturlandschaft organisierte Aufführung in der Stadthalle

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Von: Per Schröter

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Räuber Hotzenplotz steht vor rund 200 Schülern der Gauß Grundschule in Dransfeld auf der Bühne.
Räuber Hotzenplotz steht vor rund 200 Schülern der Gauß Grundschule in Dransfeld auf der Bühne. © Per Schröter

Riesenstimmung herrschte in der Dransfelder Stadthalle, wo das Junge Theater (JT) aus Göttingen für rund 200 Schüler der Gauß Grundschule das Stück „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ spielte.

Dransfeld – Zustande gekommen war die Aktion auf Initiative des Kulturvereins Dransfelder Kulturlandschaft (Drakula) und dessen neuen Vorsitzenden, dem JT-Intendanten Nico Dietrich. „Ich freue mich sehr, dass die Arbeit hier vor Ort erste Früchte trägt“, sagt Dietrich, der das Hotzenplotz-Stück auch inszeniert hat. Übernommen hatte er den Drakula-Vorsitz im Juni, nachdem sich einen Monat zuvor bei der Jahreshauptversammlung des Kulturvereins kein neuer Vorstand gefunden hatte.

Der neue Vorsitzende des Kulturvereins Dransfelder Kulturlandschaft (Drakula) Nico Dietrich und Susanne Halberstadt vom Vorstand.
Der neue Vorsitzende des Kulturvereins Dransfelder Kulturlandschaft (Drakula) Nico Dietrich und Susanne Halberstadt vom Vorstand. © Per Schröter

„Daraufhin hat mich Steffen Ramswig, der viele Jahre im Vorstand tätig war und den ich sehr gut kenne, dann gefragt, ob ich mir das nicht vorstellen könnte“, sagt Dietrich. Und das konnte er. „Für mich ist es enorm wichtig, dass Kultur und Kunst nicht nur in Göttingen, sondern auch in der Region stattfinden“, betont der 43-Jährige, der seit 2014 Intendant am Jungen Theater ist. Genau deshalb wolle er mit seinem Theater künftig auch „auf die Dörfer“ gehen. „Und das soll nicht nur einmalig passieren, sondern verstetigt werden.“ Als Intendant könne er diesbezüglich viel bewegen und wisse, welche Künstler für solche Aktionen gerade greifbar sind. „Und mit der vom Kulturverein Drakula betriebenen Samtgemeindebibliothek haben wir eine tolle Schnittstelle zu Vereinen und Institutionen, die Veranstaltungen jeglicher Art vermittelt“, so Dietrich. Nachdem bereits in der Vorwoche eine mobile Schauspielgruppe des JT auf Vermittlung der Bibliothek an den sechs Kindertagesstätten im Samtgemeindegebiet das Janosch-Stück „Ich mach Dich gesund“ zum Besten gegeben hatte, bildete „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ am Mittwoch den Startschuss zu einer kleinen Veranstaltungsreihe in der Stadthalle.

Am morgigen Samstag, 17. Dezember, gibt es um 15 Uhr eine zweite Aufführung für Familien und um 19 Uhr wird das Stück „Mondscheintarif“ von Ildiko von Kürthy zu sehen sein. „Für beide Veranstaltungen ist der Eintritt frei“, sagt Dietrich.

„Allerdings wird um eine Spende für unseren Kulturverein gebeten.“ Der Dank des Drakula-Vorsitzenden geht einerseits an den Landkreis für dessen Förderung der beiden Aufführungen, andererseits aber auch an die Stadt Dransfeld, die die Stadthalle zur Verfügung gestellt hat. „Dass Drakula jetzt mit einem Handstreich Hunderte von Kindern bespielt hat, ist eine tolle Sache“, sagt Susanne Halberstadt, neue stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins.

Klares Ziel des Vereins bleibe es allerdings, die Samtgemeindebibliothek zu erhalten. „Dafür suchen wir künftig zum einen die Kooperation mit Dransfelder Vereinen und Institutionen, zum anderen aber auch Menschen, die uns bei unserer Arbeit ehrenamtlich unterstützen und nicht zuletzt auch noch mehr Unterstützung durch die Politik“, betont Nico Dietrich. Denn nur dann könne gewährleistet werden, dass die Bücherei angesichts wachsender Herausforderungen wie den stetig steigenden Kosten tatsächlich auf lange Sicht gerettet werden kann. (Per Schröter)

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