Ganze Familie ist in Hann. Münden  dabei

Ihre Herzen schlagen fürs THW

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Eine THW-Familie: Kathrin (links) und Marco Senger mit ihren Söhnen Jonah und Arne beim THW in Hann. Münden.

Hann. Münden. Sie ist seit zwei Jahren Ortsbeauftragte für Hann. Münden, er ist „Truppführer 2. Bergung mit Jugendgruppe“: Die Rede ist von Kathrin und Marco Senger, Ehepaar und beide aktive Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) Hann. Münden. Gemeinsam kommen sie auf über 30 Jahre als Helfer beim THW.

Marco Senger feierte im vergangenen Jahr sein THW-Jubiläum: Seit 20 Jahren ist er schon dabei, er fing 1997 als 13-Jähriger beim THW an, nachdem ihn ein Freund dazu überredet hatte. Der Freund blieb nicht, Senger dagegen schon. „Das THW hat ein abwechslungsreiches Aufgabenspektrum“, erklärt Senger, warum er seit zwei Jahrzehnten ununterbrochen seine Freizeit für den Hilfsdienst gerne opfert. „Man kann sich in alle Richtungen entwickeln, in denen man Interessen hat.“

Er selber arbeite gerne mit Holz: Von Holz- und Metallkonstruktionen errichten über die Arbeit mit Strom und Beleuchtung und die Sicherung von Gebäuden – „Man hat viel mehr Möglichkeiten, zu helfen, als beispielsweise bei der Feuerwehr“, berichtet Senger. „Man lernt Sachen, die auch im Alltag nützlich sind.“

Das THW ist eine Bundesanstalt. Deutschlandweit seien daher die Zug- und Einsatztrupps gleich aufgebaut und dadurch überall einsetzbar. „Es ist möglich, dass wir Mündener THW-Helfer jederzeit auf einen Einsatz nach zum Beispiel Bayern fahren“, sagt Marco Senger. Seine Frau nickt: „Wir sind eine Katastrophenschutzeinheit. Wir rücken bei Hochwasser, Unfällen auf der Autobahn und auch bei Bränden, für die Abstützarbeit, aus. Dorthin, wo wir gebraucht werden.“ Kathrin Senger selbst ist seit 2006 beim THW in Hann. Münden. Ihr Ehemann brachte sie dem THW näher, jetzt ist sie Ortsbeauftragte des Ortsverbands. Anfangs, so erzählt sie, war ihre Mitgliedschaft ungewohnt für ihre Eltern. Das Mädchen, das sich sonst für Ballett und Pferde interessierte, schlüpfte plötzlich in blaue Schutzkleidung und hantierte mit schwerem Gerät. „Jetzt sind sie aber sehr stolz auf mich“, meint Senger.

Als Ortsbeauftragte sei sie nun die „Verwaltung im Hintergrund“: Wenn ihr Mann und die anderen Helfer zu einem Einsatz ausrücken, dann muss sie kühlen Kopf bewahren. Sie ist die Erste, die bei einem Notfall ans Telefon geht. „Das THW kann man wie ein Unternehmen sehen, dass geleitet werden muss“, sagt Katrin Senger. Sie kümmert sich um den Budgethaushalt, um die Planung und den Kontakt zur Servicestelle. Rund 900 Stunden im Jahr sind sie und ihr Mann so für das THW im Einsatz. Mit dabei sind auch ihre Kinder: Ihre Söhne Arne und Jonah gehen noch in den Kindergarten, gehören aber seit dem Säuglingsalter zur Mündener THW-Familie dazu. „Offiziell Mitglied werden können sie aber erst mit sechs Jahren“, sagt Kathrin Senger.

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