Im Mittelalter unterwegs: Orientierungsritt in Gewandung

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Gar nicht so einfach: Beim Jonglieren mit Tüchern auf dem Pferderücken war die Gelassenheit des Tieres gefragt. Die Stute Carmina von Fee Huschenbeth wirkte bei diese Aufgabe äußerst entspannt. Astrid Weihrauch kontrollierte die Anzahl der Würfe mit der Stoppuhr (rechts).

Sichelnstein/Hann. Münden. Bei idealen Wetterbedingungen folgten an Himmelfahrt 40 Reiter einer 15 Kilometer langen Strecke durch den Kaufunger Wald. 

Der Reit- und Fahrverein Kaufunger Wald aus Sichelnstein hatte zu einem Orientierungsritt eingeladen, bei dem auch viele auswärtige Teilnehmer mit ihren Pferden, Ponys oder dem Fahrrad an den Start gingen.

Viele hatten sich dem Motto „Folgt uns auf Luthers Spuren ins Mittelalter“ entsprechend verkleidet und streiften in mittelalterlichen Gewändern oder Ritterkostümen durch den Wald.

Die Strecke führte von Sichelnstein zum Mittelalterdorf Steinrode, wo sich die Reiter mit frisch gebackenem Brot aus dem Lehmofen stärkten. Bevor die Reiter weiterziehen konnten, mussten sie im Mittelalterdorf vor Zuschauern zeigen, wie gelassen ihr Pferd auf bunte, fliegende Tücher reagierte.

Während die Reiter damit zu tun hatten, die Tücher in der Luft zu halten, durfte das Pferd seinen Platz nicht verlassen – keine leichte Aufgabe für das Gespann.

Weitere Spielstationen erwartete die Reiter im Wald und an der Zielstation auf dem Reitgelände in Sichelnstein. So mussten Dosen mit Pfeilen Tisch geschossen werden, oder eine Ritterburg mit Holzbausteinen nach Bildvorlage nachgebaut werden.

Rast im Mittelalterdorf: Unser Bild zeigt Mitarbeiter des Mittelalterdorfs mit Teilnehmern und Organisatoren des Orientierungsritts vom Reit- und Fahrverein Kaufunger Wald (v. li.) Nelli Lamm, Alexandra Holz, Steffen Löb, Katharina Biesenkamp, Astrid Weihrauch, Fee Huschenbeth (hinten), Lisa Kürlemann und Ulrike Zander-Platner.  

Auch theoretisches Wissen sowohl über Pferde als auch das Mittelalter wurden abgefragt. Sehr kreative Antworten gab es bei der Frage, wem das Wappen mit einer weißen Rose, einem roten Herz und einem schwarzen Kreuz zuzuordnen sei. Nicht alle kamen auf die richtige Lösung, dass es sich um das Lutherzeichen handelte. Einige ordneten es auch fälschlich dem Ort Sichelnstein zu.

Die Aufgaben und Fragen am erfolgreichsten gelöst hatten Susanne Kurre-Passek, Julia Schütte und Louisa Kleine mit 80,5 Punkten, vor Nina Zängerle und Yvonne Sauer mit 73 Punkten. Den 3. Platz belegten Günter Herbord und Tatjana Sasse mit 72 Punkten.

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