Improvisations-Theater auf der Mündener Kino-Bühne

Spontane Geschichten: Comedy Company. Foto: Huck

Hann. Münden. Die Göttinger Comedy-Company gastierte mit viel Spontaneität in Hann. Münden.

Selbst gestandene Comedians tüfteln lange an ihrem Programm und proben vor dem ersten öffentlichen Auftritt ausführlich, bis jedes Wort sitzt. Die Mitglieder der Göttinger Comedy Company zeigten am Samstagabend in den Schiller Lichtspielen, dass sie da wesentlich mutiger sind: Michael Zalejski, Stefan Graen und Lars Wätzold wussten zu Beginn des Abends noch nicht, wohin sie die Lacher des Publikums in den nächsten Stunden führen würden. Die Comedy Company war auf Einladung des Kulturrings Münden in die Dreiflüssestadt gekommen.

Impro-Theater heißt das Format, das die drei Schauspieler in Hann. Münden auf die Bühne brachten. Das bedeutet: Es gibt keine vorgefertigten Texte oder Absprachen, was auf der Bühne passiert, entsteht spontan durch Vorgaben aus dem Publikum.

„Auf los geht’s los“, hieß es immer wieder, und die Zuschauer waren aufgefordert, den Comedians zurufen, was sie sehen wollten. In einer Szene im Finanzamt rief Michael Zalejski seinen beiden Kollegen Stefan Graen und Lars Wätzold immer wieder verschiedene Gefühle zu, die er vorher zusammen mit dem Publikum gesammelt hatte, sodass die beiden in Sekundenschnelle von einem Extrem ins andere fallen mussten. Von wütend ging es zu verliebt und von manisch zu euphorisch.

Für die meisten Zuschauer war ihre eigene Mitwirkung eine neue Erfahrung, und einige brauchten etwas Anlaufzeit, bevor sie sich trauten, laut in den Raum hineinzurufen. Zum Schluss aber flogen den Schauspielern immer neue Herausforderungen zu, die diese schnell, gekonnt und schreiend komisch meisterten. (zwh)

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