Coronazahlen steigen weiter

Landkreis Göttingen: Inzidenzen so hoch wie nie

Eine Pflegerin schaut sich in der Intensivstation die Werte eines Beatmungsgeräts an mit dem ein Patient mit einem schweren Covid-19 Krankheitsverlauf behandelt wird.
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Die Zahl der an Covid-19 erkrankten und stationär versorgten Patienten an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) steigt weiter. Am Montag waren es 28.

Im Landkreis Göttingen waren noch so viele Menschen akut infiziert wie jetzt. Der Inzidenzwert hat einen Höchststand erreicht.

Landkreis Göttingen Am Wochenende hatte der Inzidenzwert im Landkreis Göttingen mit 134,9 einen neuen Höchstwert seit Beginn der Pandemie erreicht und die Werte steigen weiter. Gestern lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in Stadt und Landkreis Göttingen nach Angaben des Gesundheitsamtes bei 140,5. 834 Menschen waren akut mit dem Corona-Virus infiziert – zwei neue Negativ-Rekorde.

Auch die Zahl der an Covid-19 erkrankten und stationär versorgten Patienten an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) steigt weiter: Am Montag meldete die Uni-Klinik auf Nachfrage 28 Patienten, davon liegen 18 auf Normalstation, zehn auf der Intensivstation, alle zehn werden beatmet. Nach Angaben von UMG-Sprecher Stefan Weller seien „etwa 80 Prozent“ der Covid-19-Patienten nicht gegen Corona geimpft. Von den geimpften Patienten, die stationär wegen Covid-19 behandelt werden, hätten viele eine Vorerkrankung, bei denen aufgrund eines geschwächten Immunsystems eine Corona-Impfung keinen ausreichenden Schutz (mehr) biete.

Um die Zahl der Geimpften in der Region zu erhöhen, bietet der Landkreis Erst-, Zweit- und Drittimpfungen gegen Corona mit mobilen Teams an. Aber auch die niedergelassenen Ärzte stehen weiter bereit, um zu impfen. Die Nachfrage sei hoch, sagt Dr. Achim Echtermeyer, Allgemeinmediziner in Scheden und Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung, Kreisstelle Hann. Münden. Impfstoff stehe ausreichend sowohl für Erst- und Zweitimpfungen als auch für die Booster-, also die Auffrischungsimpfung, zur Verfügung. Jeder könne einen Termin erhalten. Bei der Boosterimpfung sollte das halbe Jahr nach der Zweitimpfung aus medizinischen Gründen eingehalten werden.

Um vorherige Anmeldung werde gebeten, damit der Impfstoff so eingeteilt werden könne, dass keine Dosen verfallen, so Echtermeyer. Um den Praxen die Impfungen zu erleichtern, wünschten sich die niedergelassenen Ärzte, dass der Impfstoff noch schneller bestellbar sei, und vom Gesetzgeber weniger Bürokratie. Von Ekkehard Maass, Thomas Kopietz und Bernd Schlegel

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