Abstimmung

Ja aus Münden für Kirchenkreis-Ehe mit Göttingen

Abstimmung: Bei der Synode des Kirchenkreises Münden stimmten 29 Mitglieder für einen Zusammenschluss mit dem Kirchenkreis Göttingen. Unser Bild zeigt (links) Christine Meyer und Sonja Dreyer vom Kirchenkreisamt Göttingen-Münden.
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Abstimmung: Bei der Synode des Kirchenkreises Münden stimmten 29 Mitglieder für einen Zusammenschluss mit dem Kirchenkreis Göttingen. Unser Bild zeigt (links) Christine Meyer und Sonja Dreyer vom Kirchenkreisamt Göttingen-Münden bei der Auszählung der Stimmen.

Die Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Münden und Göttingen sind auf dem Weg sich zusammenzuschließen. Die Mündener Synode hat bereits zugestimmt, die Göttinger entscheidet Mitte Juli darüber.

Altkreis Münden – Der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Münden hat sich klar für einen Zusammenschluss mit dem Kirchenkreis Göttingen ausgesprochen. Die Synode des Kirchenkreises habe in ihrer Sitzung am Mittwoch in der Stadthalle in Dransfeld in geheimer Abstimmung mit 29 Ja-Stimmen für das Zusammengehen mit Göttingen gestimmt. Das teilte Bettina Sangerhausen, Sprecherin des Kirchenkreises Münden, mit.

Fünf Synodenmitglieder hätten mit Nein gestimmt, drei hätten sich enthalten. Die Synode des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Göttingen stimmt über das Zusammengehen am Donnerstag, 15. Juli, ab.

Thomas Henning, seit 1999 Superintendent des Kirchenkreises Münden, sagte im Gespräch mit unserer Zeitung: „Ich bin überzeugt, dass es die richtige Entscheidung ist.“ Gemeinsam seien die Herausforderungen, „vor denen wir stehen“, besser zu meistern als allein. So sei zu überlegen, „wie wir Kirche sein wollen.“ Ein „Einfach-weiter-so“ gehe nicht, sagte er mit Blick auf die jetzigen Strukturen. Das sei nicht finanzierbar. Er sei dankbar für den Ernst, mit dem sich die Mitglieder der Synode über Monate der Frage des Zusammenschlusses gestellt hätten.

Seit 2017 diskutiert der Kirchenkreis Münden angesichts sinkender Mitgliederzahlen, geringerer Finanzmittel und immer weniger Personals über seine Zukunft und ein Zusammengehen mit dem Kirchenkreis Göttingen.

Zum Hintergrund des Zusammengehens teilte Sangerhausen weiter mit, dass der Kirchenkreis Münden mit gut 20 000 Mitgliedern zu klein sei, „um langfristig eigenständig alle seine Aufgaben wahrnehmen zu können. „Je kleiner der Kirchenkreis, desto kleiner ist auch sein Etat.“

Der Kirchenkreis Göttingen sei mit seinen rund 70 000 Mitgliedern groß genug, um allein wirtschaften zu können, doch auch für ihn könne ein Zusammengehen mit dem Kirchenkreis Münden von Vorteil sein, etwa durch eine Entlastung der Superintendentur:

„In einem gemeinsamen Kirchenkreis würden zwei Superintendenturen bestehen bleiben, die Aufgaben würden aufgeteilt.“ (Von Ekkehard Maass)

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