Neues Konzept im historischen Gebäude "Ochsenkopf"

Jede Menge Musik im Café Cult in Hann. Münden

+
Damit der Sound stimmt: Gemischt wird vom Profi. 

Hann. Münden. Mit einem neuen Konzept startet das „Café Cult“ (früher: Kulturcafé) in Hann. Münden in die Musik-Saison 2017. 

Nachdem im vergangenen Jahr alle öffentlichen Veranstaltungen wegen Umbauarbeiten hatten ausfallen müssen, soll jetzt das fröhliche Kulturgenuss-Ambiente von 2015 zurückgeholt werden.

Der Clou bei den Veranstaltungen sei, blitzschnell zwischen den Stilrichtungen zu wechseln, beschreibt es Christian Möller: Zum Beispiel mit Pop im ersten Teil, danach etwas Klassik und zum Abschluss Spontanes. Von nichts darf es zuviel sein, verrät er schmunzelnd, eher ein bisschen zu wenig, sodass eine Sehnsucht nach Mehr bleibt.

Der Betreiber der Musikschule und des Veranstaltungsortes „Cult“ in Hann. Münden, Sydekumstraße 8, stellte jetzt das Konzept für die kommende Musiksaison vor. Das historische Gebäude „Ochsenkopf“ soll sich wieder mit Musik und Menschen füllen, wie bei der Veranstaltungsreihe „Kulturcafé“ im Jahr 2015. Im vergangenen Jahr waren alle Veranstaltungen ausgefallen: Das Haus war brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht worden (wir berichteten) und dadurch Dauerbaustelle.

Im Vergleich zum „Kulturcafé“ gibt es einige Änderungen: Der Eintritt kostet jetzt Geld. Aber nicht immer und nicht für alle. Für 80 Plätze werden bundesweit Tickets verkauft. Eine Karte kostet 22 Euro. Eltern oder Großeltern mit Kindern oder Enkeln brauchen gemeinsam nur eine Karte. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

Und: Das historische Gebäude Ochsenkopf hat jetzt Fenster zum Hof, wo Stühle und Strandkörbe stehen. Bei den Proben vor den Konzerten kann man ebenfalls kostenlos zuhören. Ihm sei wichtig, das Haus als Treffpunkt offen zu halten, sagt Möller.

Die Begegnungen, die er im „Kulturcafé“ erlebt habe, sollen nicht aufhören. Allerdings müssten Musiker auch bezahlt werden. Mit der entworfenen Eintrittsstruktur hofft er, den verschiedensten Interessenten etwas bieten zu können – von überregionalen Musikfans bis zu Mündenern, die zufällig vorbeikommen, von den Touristen bis zu den Neubürgern.

Rund 30 Künstler stünden schon bundesweit „in Warteposition und wollen hier auftreten“, sagt Möller. Es werden weniger Veranstaltungen als beim „Kulturcafé“ sein – zu 36 Konzerten waren rund 4500 Besucher gekommen.

Der Ablauf: Ein einstudierter Konzertteil erklingt zu Beginn im unteren Raum. Dann wandelt sich nicht nur die Musikrichtung, sondern auch der Standort: Musiker und Publikum steigen eine Etage höher und hören Klassik.

Und schließlich wandern wieder alle nach unten, wo Zeit für Spontanes ist. Es werde immer Gäste geben, die etwas Ungewöhnliches anzubieten haben, sagt Möller. Sein Ziel: Alle sollen die Konzerte „als großes Vergnügen“ empfinden. 

Das Fachwerkhaus mit dem historischen Namen „Ochsenkopf“ in der Sydekumstraße 8 in Hann. Münden beherbergt eine Musikschule, die Christian Möller leitet, und bietet auf mehreren Ebenen Raum für Veranstaltungen. Im Gewölbekeller gibt es einen Partyraum mit einer „Zwergendisco“, der auch für Kindergeburtstage gemietet werden kann.

Konzerte im Cult

Die ersten Konzerte dieser Saison im Cult finden am 25. und am 27. Mai statt. Die Mitwirkenden sind Mirella Fenske, die Coverversionen von Musik von Pink bis Sarah Connor singt, begleitet von Christian Möller am Klavier, Anna Krug, die Songs von Bryan Adams, Andreas Bourani oder ZAZ ausarbeitet, sowie Sonja Heimann-Sandrock, die nicht nur Brahms auf ihrer Violine spielt, sondern auch Pop kann. Mit dabei sind auch die kurdische Sängerin Zara Amin, ein Bandoneon und ein „spektakulärer Tänzer“. Die Konzerte beginnen um 19.30 Uhr. 

Auch jenseits von Konzerten öffnet das Cult

• Donnerstags, freitags und samstags besteht von 17 bis 19 Uhr die Möglichkeit, das Haus zu besichtigen, bei den Proben zuzuhören, Künstler kennenzulernen oder Kaffee im „Café Cult“ zu verzehren. Es gilt das Prinzip der Nachbarschaftsgastronomie: Den „guten“ Kaffee könne man sich im Café um die Ecke holen, den einfachen gebe es im Haus. 

• Die Cult-Session steigt immer am ersten Samstag eines Monats ab 19.30 Uhr: als ein lockerer Abend zum Kennenlernen, zum Ausprobieren und um sich für die Cult-Konzerte zu bewerben. Karaoke-Möglichkeiten gibt es in den Studioräumen. 

• Das alte „Kulturcafé“ ist nicht ganz auf Eis gelegt. Einmal pro Monat soll es wieder stattfinden. Karten für Konzerte sind erhältlich im Café Cult (Donnerstag, Freitag, Samstag 17 bis 19 Uhr) sowie in HNA-Geschäftsstellen (Hann. Münden: Kirchstraße 3, montags bis freitags 9 bis 14 Uhr), in der Buchhandlung Winnemuth. 

Kontakt: www.kulturcafe-muenden.de, Tel.: 05541/71 64 6. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.