Jeder dritten Firma fehlen Fachkräfte

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Ein Produkt von ContiTech: Kunststoffrohr mit Kupplung für Ladeluftschlauch im Pkw. Die Firma setzt verstärkt auf eigene Ausbildung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Hann.Münden/Hannover. Jedes dritte Unternehmen in Niedersachsen kann offene Stellen nicht besetzen, weil es keine passenden Arbeitskräfte findet.

Das geht aus einer Befragung der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) unter 1700 Unternehmen hervor. Besonders groß sei der Fachkräftemangel in den technischen Berufen, berichtet Dr. Martin Knufinke vom Stabsbereich Wirtschaftspolitik der IHK Hannover.

49 Prozent der befragten Firmen hätten angegeben, offene Stellen in technischen Berufen nicht besetzen zu können. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wollen 63 Prozent der befragten Unternehmen die Ausbildung und 54 Prozent die Weiterbildung verstärken. Der Fachkräftemangel werde von den befragten Firmen mittlerweile als größtes Risiko für die Geschäftsentwicklung genannt.

Auch die Firma ContiTech in Hann. Münden, Hersteller von Ladeluftschläuchen, beschäftigt das Thema Fachkräftemangel, vor allem in den produktionsnahen Bereichen, sagt Pressesprecherin Antje Lewe. „Die größten Herausforderungen bei der Besetzung von vakanten Stellen sehen wir hier bei den Fach- und Sprachkenntnissen. Daher bilden wir in Hann. Münden bewusst für unseren eigenen Bedarf in den handwerklichen Bereichen aus.“ Doch es sei schwierig, „geeignete Bewerber für uns zu gewinnen.“ Lewe: „Dennoch werden wir uns in den den nächsten Jahren stärker damit beschäftigen müssen, Anforderungsprofile an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen und mit Blick auf Industrie 4.0 gemeinsam mit den Ausbildungspartnern neue Pfade zu betreten.“

ContiTech beschäftigt im Werk an der Kasseler Straße in Hann. Münden sowie an den Standorten in Hedemünden und Oberweser-Oedelsheim zusammen mehr als 900 Mitarbeiter.

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