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„Die Weitergabe des Feuers“: Mündener betreibt eine Internetseite zu Ehren von Jimi Hendrix

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Von: Jens Döll

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Eckhard Bergmann aus Hann. Münden trägt ein T-Shirt mit dem Geschicht von US-Musiker Jimi Hendrix. Er steht mit dem Rücken zur Sankt Blasius Kirche in Hann. Münden
Stilecht im Hendrix-Shirt: Eckhard Bergmann aus Hann. Münden ist Fan seit seiner Jugend und betreibt eine Hendrix-Fanseite. © Jens Döll

Am 18. September 1970 starb Jimi Hendrix in einem Londoner Hotel. Die Faszination für seine Musik ist aber ungebrochen. Eckhard Bergmann ist ein waschechter Fan, der sogar eine Fanseite im Internet für den Ausnahmemusiker betreibt.

Hann. Münden – Der 18. September 1970 war für Eckhard Bergmann ein trauriger Tag. Sein musikalisches Idol Jimi Hendrix starb an diesem Tag in einem Londoner Hotel. Nur wenige Tage zuvor fand sein letztes Konzert auf dem „Love-and-Peace-Festival“ auf der Ostseeinsel Fehmarn statt. Bergmann war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 17 Jahre alt, zu jung um sein Vorbild auf der Insel zu sehen. So befanden zumindest damals seine Eltern.

Eckhard Bergmann aus Hann. Münden: Seit der Jugend Fan von Jimi Hendrix

Seiner Verbundenheit zu dem US-amerikanischen Ausnahmegitarristen ist Bergmann, der in Hann. Münden lebt, aber treu geblieben. Seit Mitte der 1990er Jahre betreibt er eine Internetseite, die laut seiner Aussage die erste und einzige deutsche Jimi Hendrix Fanseite sei. „Alles, was mit Hendrix in Deutschland zu tun hat, läuft über meinen Schreibtisch“, sagt er scherzhaft. Dazu zählen zum Beispiel Auftritte von Coverbands und Plattenbörsen. Auch über die mittlerweile ausufernde Diskografie weiß der Experte Bescheid. „Hendrix hat eigentlich nur drei Alben herausgebracht.“

Doch nach seinem Tod haben seine Erben eine nahezu unüberschaubare Anzahl an Alben herausgebracht, dazu kommen noch sogenannt „Bootlegs“ – Raubpressungen.

Fansite Made in Hann. Münden: Eckhard Bergmann ist großer Hendrix-Fan

Auf seiner Fanseite bietet er unter der Kategorie „Meeting Jimi“ (Jimi treffen) den Raum, sich über Konzerterfahrung auszutauschen. „Die meisten Fans, die ich kenne, sind 50 Plus“, sagt Bergmann, der selbst „Baujahr 1953“ ist. Es gebe wenige junge Hendrix-Begeisterte. Durch seine Seite steht er mit etwa 600 Fans in Kontakt, allein in Deutschland. Auch einige Kontakte in die Nachbarländer hat er.

„Damals gab es zwei Möglichkeiten: Man liebte oder man hasste Jimis Musik, dazwischen gab es nix“, erzählt er aus seiner Jugend. Auch selbst mache er Musik, allerdings nicht, wie man vermuten könnte, als Gitarrist, sondern als Schlagzeuger. „Songs von Hendrix kann man zwar wiedergeben, aber um sie richtig gut zu kopieren, ist schon einiges an Talent nötig“, sagt er. Experimentelle Stücke wie „Voodoo Child“ verlange den Musikern einiges ab. Eckhard Bergmann ist im Ruhestand, so hat er Zeit, sich seinem „Fantum“ zu widmen.

Mündener: Jedes Jahr auf Revival-Festival

„Ich war von 1995 bis 2010 jedes Jahr auf dem Revival-Festival auf Fehmarn“, berichtet er. Dieses Festival fand nur wenige hundert Meter vom alten Veranstaltungsgelände des „Love-and-Peace-Festivals“. Auch dieses Jahr war er zu einer Gedenkveranstaltung auf der Insel, die an Hendrix 50. Todestag stattfand.

Foto eines Studenten: Florian Albrecht-Schöck nahm Justin Sullivan von New Model Army auf. Fotos: Wolman/Schöck/nh 
Historisches Dokument: Jimi Hendrix 1968 in San Francisco,. © Wolman/Schöck/nh

„Ich glaube, dass Hendrix musikalisch ein Ausnahmetalent geblieben wäre“, antwortet Bergmann, auf die Frage, wie sich sein Vorbild musikalisch entwickelt hätte, wenn er nicht so früh gestorben wäre. „Meines Wissens hatte er bereits Pläne, Orchester- und Jazzmusik in sein Werk einzubinden.“ Zu seiner Fanliebe zu dem amerikanischen Ausnahmekünstler sagt Bergmann: „Jimi-Hendrix-Fan zu sein ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“ (Von Jens Döll)

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