Nie zu jung für Mathe: Experimente schon für Vierjährige

Das Organisatoren-Trio lädt ein (von links): Schulleiter Dr. Frank Müller-Baete, Ulrich Geisler vom Institut für Bildung und Erziehung (IBE) in Göttingen und der Mündener Hartmut Teichmann. Foto: nh

Hann. Münden. Mathematik zum Anfassen kommt in die Werra-Realschule Hann. Münden: Die Wanderausstellung „Mini-Mathematikum" richtet sich an Kindergarten- und Grundschulkinder im Alter von vier bis acht Jahren.

„Schön, dass es gelungen ist, diese Wissen vermittelnde interaktive Ausstellung nach Münden zu holen“, so der Mündener Hartmut Teichmann, der den Kontakt vermittelt hat zwischen dem Leiter der Realschule, Dr. Frank Müller-Baete, und Ulrich Geisler vom Institut für Bildung und Erziehung (IBE) in Göttingen.

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Vom 27. März bis zum 8. April sind Kinder in der Aula der Werra-Realschule gern gesehene Gäste. Ältere Schüler der Schule werden den Kleinen hilfreich zur Seite stehen, erläutert er.

Das Organisatoren-Trio weist schon jetzt auf die kommende Ausstellung hin, damit Kindergarten-Gruppen und Grundschul-Klassen die Chance haben, sich frühzeitig anzumelden. Pro Gruppenbesuch sind 90 Minuten vorgesehen.

Die Anmeldung ist möglich über eine Doodle-Liste unter www.ibe-goettingen.de sowie telefonisch unter 0551/40134312.

Familien können die Ausstellung jederzeit unangemeldet besuchen, am besten nachmittags oder am Wochenende. Der Eintritt beträgt zwei Euro pro Person.

Die vom Gießener Mathematikum unter Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher entwickelten Experimentierstationen eröffne den Jüngsten eine neue Tür zur Welt der Mathematik: Im spielerischen Umgang mit 15 Experimenten können sie selbstständig mathematische Erfahrungen sammeln. Der Zugang erfolgt über eigenes Erleben: Puzzles legen, Brücken bauen, sich unendlich oft gespiegelt sehen, experimentieren am Knobeltisch, malen im Spiegel oder eine Stadt bauen.

Verstehen funktioniere nicht, indem Lernende passiv Wissen aufnehmen, sondern dadurch, dass sie Wissen aktiv aufbauen, das heißt „konstruieren“. In der Ausstellung werden Formen, Zahlen, Muster entdeckt. Die Kinder lernen unterschiedliche Formen zu unterscheiden. Indem sie bekannte Formen zusammensetzen, entstehen neue Muster. Mit Zahlen lassen sich Formen und Muster beschreiben. Veranstalter Ulrich Geisler: „Dieser elementare Zugang zur Mathematik öffnet die Augen, die Kinder lernen genau hinzusehen, zu unterscheiden und wahrzunehmen. Wer mathematische Formen und Muster im Kopf hat, versteht mehr von der Welt!“

Vortrag am 27. März

Am Montag, 27. März, 18 Uhr, wird es in der Werra-Realschule, Wilhelmstraße 1, einen einführenden Vortrag von Prof. Beutelspacher geben, der sich an Eltern, Erzieher und Lehrer gleichermaßen richtet. (tns)

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