Junge Flüchtlinge spenden Kunst an Kita

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Spenden und Spielen: Die Kinder der AWO Kindertagesstätte am Schloss freuen sich über die neuen Spielzeuge. In der hinteren Reihe von links: Erzieherin Mandy Fischer, Erzieherin Katharina Schüßler, AWO-Vorstandsmitglied Ines Albrecht-Engel, Nina Geling, stellvertretender Direktor der BBS Wolfram Schneider, ein jugendlicher Geflüchteter, Ekkahart Bouchon, Kita-Einrichtungsleiterin Margarete Koch und Erzieherin Brunhilde Heise.

Hann. Münden. Ein Projekt der Berufsbildenden Schulen und der Galerie Dreiklang beschert der Kita am Schloss neues Spielzeug

Die Kinder der AWO Kindertagesstätte am Schloss in Hann. Münden freuen sich über neues Spielzeug. Dieses kommt nicht aus dem Spielwarenladen, sondern ist handgemacht und aus Holz.

Angefertigt wurden die geschwungen geformten Holzkörper von einer Technikklasse unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge der Berufsbildenden Schulen (BBS) Münden.

Im Zuge einer Kooperation zwischen den BBS und der von dem Künstlerehepaar Nina Geling und Ekkahart Bouchon geführten Galerie Dreiklang in Hann Münden, übten sich die Jugendlichen unter dem Motto „Variabilie“ im Holzhandwerk. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden nun der Kita gespendet

Auf der Homepage der Galerie Dreiklang erklären Geling und Bouchon, dass Variabilität in der Kunst den Betrachter zum Schöpfer machen könne, indem er selbst mit den Werken experimentieren könne und im Umkehrschluss alles Geschaffene zu Kunst werde, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit.

Dies solle helfen, den geflüchteten Jugendlichen aus Eritrea, Afghanistan und Syrien Erfolgserlebnisse zu verschaffen und Berührungs- und auch Versagensängste in dem ungewohnten Umfeld abzubauen.

Die Zufriedenheit darüber, etwas sinnvolles gemacht zu haben, sei den Jugendlichen deutlich anzusehen, wenn sie den Kindern die Kunstwerke als Spielzeuge überreichen, sagten Bouchon und Ines Albrecht-Engel, Mitglied des AWO-Vorstands, am Dienstag bei der Spendenübergabe.

Es wurden bereits in mehrere Kindertagesstätten Spendenboxen überreicht. Die Materialkosten für die Kurse übernehmen Schule und Landkreis, so Bouchon.

Die Kinder waren hellauf begeistert von den neuen selbstgemachten Spielzeugen. Dadurch honorierten sie die Arbeit der jugendlichen Flüchtlinge auf eine denkbar schöne Art und Weise - durch kindliche Freude. 

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