Zehn Stunden im Einsatz

Kaninchen hielten Tierschützer in Atem

Als Fänger unterwegs: Mehrmals mussten Mitglieder des Tierschutzvereins Hann. Münden ausrücken, um zwei Kaninchen zu fangen und in Sicherheit zu bringen – hier von links: Luisa Hollmig (Vereinsmitglied), Monika Görtelmeyer (2. Vorsitzende), Susanne Messow (Kassenwartin), Leonie Riedel (Schriftführerin) und Marc-Henning Andrecht. 

Hann. Münden. Fünf Mal rückten Mitglieder des Mündener Tierschutzvereins aus, um zwei Kaninchen einzufangen, die auf dem Tanzwerder vermutlich ausgesetzt worden waren.

Da die kalte Jahreszeit immer näher rückt, mussten die beiden Kaninchen Tiere so schnell wie möglich eingefangen werden, sagt Luisa Hollmig vom Mündener Tierschutzverein. Das sei bei den schreckhaften, scheuen Tieren nicht gerade einfach gewesen. Erst beim fünften Versuch, sei dies gelungen. Besorgte Bürger hatten den Verein alarmiert.

Vergebliche Versuche

Die Tiere, eines dunkelbraun das andere hellbraun-weiß, versteckten sich in der Hecke oder im Gebüsch und zeigten sich nur selten. Bei Sichtkontakt konnte das Gebiet zumindest mit Hilfe von Gitterelementen ein wenig abgesteckt werden um die Kaninchen zu fangen. Doch sie seien immer wieder entwischt. Beim dritten Termin fingen die Tierschützer schließlich eines der Kaninchen, das zweite tauhte immer wieder unter.

Beim fünften Termin und nach bereits über zehn Stunden Mühe gelang es mit fünf Helfern des Tierschutzvereins schließlich, auch das andere Kaninchen einzufangen, um es sicher unterzubringen.

Zunächst habe sich das verängstigte Tier gar nicht blicken lassen, bis es schließlich in einem Gebüsch entdeckt wurde. Die Versuche, das Gebiet einzugrenzen schlugen fehl, da jede kleinste Lücke in die Freiheit genutzt wurde.

So hoppelte das Kaninchen zeitweise auf dem Tanzwerder umher und konnte nur mit viel Mühe in den Garten gelotst werden. Unter einem Balkon konnte es dann endlich gefangen werden.

Die vielen Stunden Mühe, unzählige Kratzer und Brennesselstiche hätten sich gelohnt: beide Kaninchen seien wohlauf und gesund.

Die beiden Jungtiere sind weiblich und befinden sich zur Zeit in einer Pflegestelle des Tierschutzvereins, sie wurden nun auf die Namen Kansas und Arizona getauft.

Der Tierschutzverein appelliert an dieser Stelle an alle Tierbesitzer, dass das Aussetzen nicht der richtige Weg ist. Trotz begrenzter Pflegestellen, nach denen auch händeringend gesucht wird, lasse sich für beide Seiten immer eine Lösung finden ohne dass das Tier leiden müsse. 

Kontakt: TierschutzvereinHann. Münden, Tel.: 01 59/015 036 90, www.tierschutzverein-hmue.de

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