„Möchte Zeit nicht missen“

Karin Schob aus Lippoldshausen für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

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Hat sich 29 Jahre lang als Vorsitzende des DRK Ortsvereins Lippoldshausen engagiert: Karin Schob wurde dafür mit der Henry Dunant Medaille ausgezeichnet. Nun gibt sie ihr Amt auf. 

29 Jahre lang war sie die Vorsitzende des DRK Ortsvereins Lippoldshausen. Nun wurde Karin Schob mit der Henry Dunant Medaille ausgezeichnet.

 „Wenn man anderen Freude bereitet, fällt die Freude auf einen selber zurück“. Unter dieser Devise hat Karin Schob die Geschicke des DRK Ortsvereins Lippoldshausen mit fast 80 Mitgliedern, 29 Jahre lang als Vorsitzende gelenkt.

Zuvor war sie acht Jahre lang als Beisitzerin im Vorstand. Zur Jahreshauptversammlung am Samstag, 7. März (genau an dem Tag vor 83 Jahren wurde das DRK gegründet), 17 Uhr, im Gasthaus „Zum Krug“ in Lippoldshausen, wird sie ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.

Für die Gemeindenachmittage der Kirche und des DRK, die von Oktober bis März jeden vierten Mittwoch im Monat stattfinden, wird sie sich weiter engagieren. Ebenso die Tagesfahrten, die Grillfeste und Adventsfeiern. Viel Herzblut hat Karin Schob in die Blutspende (sie selber hat 59 Mal Blut gespendet) und in die Seniorenarbeit gesteckt.

„Es hat mir immer riesig Spaß gemacht, Fahrten, Veranstaltungen und Feiern zu organisieren“, berichtet sie. Es sei zwar immer mit viel Arbeit verbunden gewesen, doch missen möchte sie die Zeit nicht. „Ohne meinen Mann hätte ich allerdings nicht so lange durchgehalten“, so Schob.

„Er hat mich immer wieder motiviert“. Aber auch die anderen Vorstandmitglieder hätten ihr tatkräftig unter die Arme gegriffen. Ebenso lange wie sie ist Bärbel Ringleb im Vorstand. „Kraft und Stärke haben mir auch die Mitarbeiter des Kreisverbandes gegeben. Sie hatten immer ein offenes Ohr für meine Belange“, betont Karin Schob. Dieser Erfahrungsaustausch und eine gute Zusammenarbeit seien wichtig für ein erfolgreiches Wirken in den Ortsvereinen.

Schob organisierte zahlreiche Fahrten und Feiern

Ob Neujahrsempfänge, Faschingsfeiern, Grillfeste, Adventsfeiern, Sommerfeste sowie die Teilnahme bei den örtlichen Veranstaltungen wie unter anderen der Dorf- und Bauernmarkt, bei Mitgliedern und Gästen kamen die Veranstaltungen gut an. „Besonders schön waren unsere Tages- oder Mehrtagesfahrten“, erinnert sich die Vorsitzende.

Ob beispielsweise in den Spreewald, zu der Meyer-Werft nach Papenburg, ans Steinhuder Meer, ins Alte Land auf den Herzapfelhof, nach Weimar, zur Expo 2000, die Fahrten waren sehr begehrt.

Oft mussten zwei Busse eingesetzt werden. Der Höhepunkt war die jährliche Fahrt zur Musikparade der Nationen in Hannover. Da mussten bereits ein Jahr vorher schon die Karten bestellt werden. Und vorher stand immer ein Besuch im Café am Maschsee an. „Da habe ich Wochen vorher schon Plätze mit Blick auf den See reservieren lassen“, schildert Karin Schob. Eine Besonderheit bei jeder Fahrt war unterwegs das gemeinsame Frühstück. Jeder hat etwas mitgebracht, der Bus hielt auf einem Rastplatz an und dann wurde aufgetischt. Auch die Jüngsten im Ort hat sie während ihrer Amtszeit stets bedacht. Jedes Jahr in der Adventszeit erhielt die Kita eine Geld- oder Sachspende.

Auszeichnung für besondere Dienste

„Das allerschönste, was mir in diesen Jahren passieren konnte, ist die Auszeichnung mit der Henry Dunant Medaille“, erzählt sie stolz. Während der Kreisversammlung in Göttingen im Oktober des vergangenen Jahres wurde ihr die Auszeichnung für besondere Verdienste verliehen.

Nun wird sie mehr an sich denken und sich ihrer Familie widmen. Da stehen auf jeden Fall regelmäßige Urlaube in der „zweiten Heimat“ Cuxhaven an. Neben ihrem Ehemann gehören ihre 90-jährige Mutter, drei Kinder mit Partnern, acht Enkel und zwei Urenkel dazu.

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