Kulturkutsche spielt auf Dorfplatz

Kasseler Musikerinnen bringen die Achtziger nach Mielenhausen

Mit ihrer Show „Die wilden Achtziger“ sorgten von links Dorothea Proschko, Ramona Reiff und Annabelle Mierzwa von der „Kulturkutsche“ für Stimmung auf dem Mielenhäuser Dorfplatz.
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Mit ihrer Show „Die wilden Achtziger“ sorgten von links Dorothea Proschko, Ramona Reiff und Annabelle Mierzwa von der „Kulturkutsche“ für Stimmung auf dem Mielenhäuser Dorfplatz.

Ausgelassene Stimmung herrschte am Samstagnachmittag auf dem Dorfplatz in Mielenhausen, wo die drei Kasseler Musikerinnen Romana Reiff, Annabelle Mierzwa und Dorothea Proschko mit ihrer „Kulturkutsche“ zu Gast waren. Sie gaben ein kurzes, coronakonformes Konzert unter freiem Himmel.

Mielenhausen – Die Sängerin und Komponistin Romana Reiff und ihre beiden Kolleginnen beweisen derzeit, dass Not erfinderisch macht. Ganz dem Sprichwort „wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg eben zum Propheten“ folgend, bringen die drei Künstlerinnen ihre Show während des Corona-Lockdowns direkt bis an die Haustür. Unter dem Titel „Kulturkutsche“ bieten sie kleine mobile Open-Air-Konzerte an und sind damit bereits seit Mitte Januar auf Tournee.

Nach Mielenhausen eingeladen wurden sie vom dortigen Kleinkaliber-Schützenverein (KKSV). „Wir haben seit einem Jahr keinen Schießbetrieb mehr und dementsprechend haben sich die Mitglieder seither auch nicht mehr in der Gruppe gesehen“, sagte der KKSV-Vorsitzende Jens Beeken. Nachdem er zusammen mit seinem Sohn Maximilian, der ebenfalls im Vorstand des Schützenvereins aktiv ist, in unserer Zeitung auf einen Artikel über die „Kulturkutsche“ gestoßen war, hätten sich beide gedacht, dass dies ein schöner Anlass für ein Wiedersehen sein könnte.

Und genauso kam es dann auch. Schon vor dem Eintreffen der drei Musikerinnen herrschte auf dem Dorfplatz reges Treiben, wobei es alle Anwesenden mit den geltenden Regelungen sehr ernst nahmen und ihre Wiedersehensfreude im gebührenden Abstand voneinander teilten. Nachdem die „Kulturkutsche“ dann pünktlich angerollt und die im Kofferraum des Kleinwagens untergebrachte Lautsprecheranlage per Verlängerungskabel mit einer Steckdose verbunden war, legte das Damentrio los.

Für ihre unter dem Motto „Die wilden Achtziger“ stehende Show ganz in Schwarz gekleidet und mit neonfarbenen Stulpen und Schweißbändern ausgestattet, schmetterten die Sängerinnen Hits wie Donna Summers „She works hard for her money“, Whitney Houstons „I wanna dance with somebody“ oder Madonnas „Material girl“, wobei die Musik vom Band kam und die Texte live gesungen wurden.

Zwischendrin nahm Ramona Reiff, die das innovative Veranstaltungskonzept entwickelt hatte, das Publikum immer wieder mit und sorgte mit Witzen und lockeren Sprüchen dafür, dass die Stimmung immer besser wurde. Nach nur 20 Minuten war dann aber auch schon wieder Schluss.

„Das Publikum hier in Mielenhausen war super und der Dorfplatz geradezu wie gemacht für eine solche Veranstaltung“, lobte Ramona Reiff. Dass ihre Konzerte so kurzgehalten sind, habe einen einfachen Grund. Wir wollen natürlich vermeiden, dass zu viele Menschen darauf aufmerksam werden und es dann zu regelrechten Massenansammlungen kommt“, so Reiff. Schließlich stehe über allem das Ziel, die Coronaregeln einzuhalten.

Für Jens und Maximilian Beeken sowie ihre Vereinskameraden vom KKSV Mielenhausen hat es sich trotzdem gelohnt. „Die drei Mädels haben richtig gut gesungen und für Stimmung gesorgt und waren auf jeden Fall ihr Geld wert“, lobte Jens Beeken. (Per Schröter)

Infos unter romanareiff.de/Abendrot/Kulturkutsche

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