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„Wer will uns was Böses?“: Drei Familien-Katzen verschwinden plötzlich spurlos

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Von: Jens Döll

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Suchen ihre Kater: Steffen und Marleen Suppé im Garten ihres Hauses in Mielenhausen.
Suchen ihre Kater: Steffen und Marleen Suppé im Garten ihres Hauses in Mielenhausen. © Jens Döll

Bei Familie Suppé aus Mielenhausen verschwanden drei Kater in einem Jahr. Sie fragen sich: Will ihnen jemand was Böses?

Mielenhausen – Drei Kater sind in Mielenhausen bei Hann. Münden spurlos verschwunden. Alle gehörten Marleen und Steffen Suppé, die an der Straße Lehmkuhle leben. Es begann vor einem Jahr, berichtet Marleen Suppé. Im Oktober 2021 verschwand Kater Findus, schwarz-weiß gefleckt und gerade ein Jahr alt.

„Alle drei Tiere waren gechippt“, berichtet Marleen Suppé. Findus sei zwar Freigänger gewesen, war aber nie weit vom Haus der Familie entfernt, höchstens ein paar Hundert Meter. Mielenhausen sei sehr ruhig und ländlich, zwar führt die Bundesstraße in Richtung Scheden am Ort vorbei, aber soweit seien die Katzen nie gegangen, berichtet Steffen Suppé. Nach dem Verschwinden von Findus sei erst einmal Ruhe eingekehrt. In diesem Sommer verschwand dann der schwarze Kater Moritz, der seit 15 Jahren bei der Familie lebte. Auch von ihm fehlte jede Spur.

Kreis Göttingen: Drei Kater in Hann. Münden verschwunden

Kater Findus seit Oktober 2021 vermisst.
Kreis Göttingen: Kater Findus seit Oktober 2021 vermisst. © Privat

Dann, etwa genau ein Jahr nach dem Verschwinden von Findus, verlor sich von Siam-Kater Charly die Spur. Auch er war gerade ein Jahr alt. Bei allen drei Tieren setzte die Familie alle Hebel in Bewegung. Sie verbreiteten die Suchaufrufe über Social Media und hingen Suchplakate auf.

Kreis Göttingen: Familie Suppé hat alles im Ort Mielenhausen abgesucht

Den Verlust meldeten sie der Tier-Such-Agentur Tasso und der Deutsche Tiermeldezentrale (DTMZ). Auch in einer Chatgruppe des Ortsrats wurden die Suchanzeigen verschickt und natürlich sprachen sie mit den Nachbarn. Felix beispielsweise sei sehr zutraulich gewesen, aber dass er bei einer anderen Familie unterkam, können sie sich nicht vorstellen. Charly, der Siam-Kater, sei sehr ängstlich gewesen, hätte auch nicht den Kontakt zu Menschen gesucht.

Kater Felix lebte 15 Jahre bei der Familie Suppé.
Kater Felix lebte 15 Jahre bei der Familie Suppé im Kreis Göttingen. © Privat

„Wir hatten auch zu Landwirten im Ort Kontakt, diese schauten in Scheunen und Ställen nach, suchten die Feldwege und Gräben ab“, so Marleen Suppé. Auch eine Brandruine, die in der Nähe ihres Hauses in Mielenhausen steht, durften sie mit Erlaubnis absuchen.

Keine Spur im Kreis Göttingen: Wildkamera bringt auch keinen Aufschluss

Nichts, keine Spur von den Tieren wurde gefunden. Im Ort, so berichtet Familie Suppé, kennt jeder jeden, sodass sie ausschließen können, dass jemand von den Nachbarn etwas mit dem Verschwinden der Tiere zutun hat.

Könnte es ein Fuchs oder ein Waschbär gewesen sein, der die Tiere getötet hat? „Ich habe eine Wildkamera auf dem Grundstück angebracht“, so Steffen Suppé. Dort sei nur ab und an mal ein Feldhase zusehen gewesen. Obwohl ihr Haus sich am Feld befindet, schließen sie das aus.

Nach dem Verschwinden des dritten Katers, Charly, habe das Paar auch die Polizei informiert. Allerdings, so berichten sie, können die Beamten nichts für sie tun, zumal sie nichts Merkwürdiges beobachtet haben.

Verschwunden in Hann. Münden: „Als hätten sie sich in Luft aufgelöst“

„Für die Kinder ist es immer besonders schlimm, sie verlieren jedes Mal einen kleinen Kumpel“, heißt es von Marleen Suppé. Besonders beschäftigt die Familie, dass die Tiere jedes Mal spurlos verschwanden. „Als hätten sie sich in Luft aufgelöst.“ Es seien auch keine toten Katzen gefunden worden, sie seien im Kontakt mit den Tierschutzvereinen im Umkreis. Auch dort: nichts.

Kater Charly war ein Jahr in Mielenhausen.
Kater Charly war ein Jahr im Kreis Göttingen. © Privat

„Wir wissen nicht, warum es uns trifft. Will uns jemand was Böses?“ Dass im Ort vermehrt Katzen verschwanden, davon weiß Familie Suppé nichts. Sie haben sich mit den anderen Menschen im Ort ausgetauscht.

Die Familie gibt nicht auf: Im Haus lebt nun ein neuer Kater – Raus darf er erstmal nicht

Das Katzenhalten wollen die beiden aber nicht aufgeben: In ihrem Haus lebt nun der Kater, den sie vom Tierschutzverein Vellmar aufgenommen haben. Er wird erst einmal aus Hauskatze behalten.

Wenn eine der oder alle der vermissten Kater zurückkämen, „würden wir sie natürlich alle wieder aufnehmen“, sagt Marleen Suppé, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat. (Jens Döll)

Infos:

Wer die Kater gesehen hat oder etwas vom Verbleib weiß, kann sich bei Marleen Suppé unter Tel.: 0176/31770236 melden

In Dankelhausen in der Samtgemeinde Dransfeld suchten sieben Katzen ein neues Zuhause. Zudem klärt der Tierschutzverein Münden über Qualzuchten bei den beliebten Vierbeinern auf. Und es gibt eine Kastrationsaktion des Vereins.

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