Kaufkraft und Perspektive: Hann. Münden schneidet schlecht ab

Hann. Münden. Um die Dreiflüssestadt ist es schlecht bestellt. Das geht aus einer Studie des Magazins Wirtschaftswoche hervor.

Demnach rangiert Münden im Vergleich mit weiteren 584 deutschen Städten, die zwischen 20.000 und 100.000 Einwohner haben, unter den letzten fünf. Bei der Studie wurden die Faktoren Kaufkraft- und Bevölkerungsentwicklung sowie die Stärke des örtlichen Handels untersucht.

Das schlechte Abschneiden Hann. Mündens sei für alle als Aufforderung zu verstehen, endlich Veränderungen und Entwicklungen zum Guten herbeizuführen, meint Dr. Jens Herbort, Mitglied des Vorstands der Mündener Gilde.

„Dazu sind Verbesserungen im Bereich von Nutzen, Erreichbarkeit und Rahmenbedingungen nötig“, sagt er. Die Attraktivität der Dreiflüssestadt gelte es zu stärken. Bürger müssten einen Nutzen darin sehen, nach Münden zu kommen.

„Ein Bürgerbüro im Rathaus wäre dafür geeignet“, berichtet Herbort. Die Frequenz in der Innenstadt würde damit steigen und Geschäftsinhaber könnten in diesem Zuge mit attraktiven Angeboten neue Kunden werben.

Dies kann laut Mündener Gilde aber nur funktionieren, wenn die Innenstadt auch schnell erreichbar ist. Dabei könnten Parkplätze in der Nähe des Zentrums mit günstigen Gebühren helfen. Doch auch bei den Rahmenbedingungen muss laut Herbort angesetzt werden. So sei zum Beispiel über eine flexiblere Handhabe des Denkmalschutzes nachzudenken.

Auch das Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing (WWS) fordert zukunftsorientierte Veränderungen: „Sicherlich sind die negativen Entwicklungen in der Innenstadt der letzten Dekade nicht von der Hand zu weisen“, sagt WWS-Geschäftsführer Rolf Bilstein. Daher rufe er alle Kommunalpolitiker und lokalen Akteuere dazu auf, an dem gemeinsamen Ziel zu arbeiten, Münden attraktiver zu gestalten.

Rubriklistenbild: © dpa

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