Edersee und Niederschläge lassen Pegel steigen

Kein Hochwasser in Hann. Münden erwartet

Fußweg an der Fulda in Hann. Münden
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Fußweg an der Fulda in Hann. Münden ist wegen hoher Wasserstände gesperrt.

Nach dem extremen Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz blicken auch die Menschen in Hann. Münden sorgenvoll auf die Pegelstände. Die Stadtverwaltung rechnet nicht mit Hochwasser in der Dreiflüssestadt.

In Hann. Münden fließt zwar deutlich mehr und schneller Wasser in den braun gefärbten Flüssen als sonst, über die Ufer getreten sind diese aber noch nicht. Der Pegelstand betrug gestern laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser (WSA) 2,60 Meter. Das ist höher als der mittlere Wasserstand von 1,74 Meter. Die erste Meldestufe wird erst ab vier Metern ausgelöst.

Die Stadtverwaltung rechnet bei anhaltendem Niederschlag und Wasserablass aus der derzeit vollen Edertalsperre mit einem Anstieg des Wasserstands in Hann. Münden auf etwa drei Meter, wie Stadtsprecherin Julia Bytom informiert. Für den Notfall habe die Stadt einen internen Hochwasser-Einsatzplan, in dem Zuständigkeiten und Aufgaben entsprechend der Pegelstände geregelt sind.

Der beginne bei einem Pegel von 3,50 Meter, wo der Fachdienst Sicherheit und Ordnung die Pegelstände und Niederschlagsmengen beobachtet und ufernahe Bereiche gesperrt werden, wie zum Beispiel Rad- und Fußwege. Ab 4,50 Meter würden ufernahe Straßen gesperrt. Der „kleine Einsatzstab“ nehme bei „hohem Wasser“ von 4,60 Meter die Arbeit auf, der „große Stab“ etwa ab fünf Metern und steigend. Stadtentwässerung, Versorgungsbetriebe, WSA, Straßenmeisterei und THW würden je nach Situation in Bereitschaft gesetzt.

Wasserläufe werden in Hann. Münden kontrolliert

Aktuell würden gefährdete Bereiche, wie Bachläufe und Durchlässe, vom Betriebshof und der Feuerwehr kontrolliert, letztere bei Bedarf von den Kommunalen Diensten gereinigt. Sand sei bestellt und werde am Baubetriebshof gelagert. Für den Notfall lägen immer 10 000 Sandsäcke bereit, die damit befüllt werden können.

Aufgrund der erhöhten Pegel haben derzeit das Ausflugsschiff MS Weserstein in Hann. Münden und die Fähre bei Hemeln bis auf Weiteres ihre Dienste eingestellt. Auch die Ruderer und Kanuten fahren aufgrund der starken Strömung und des Treibholzes nicht mehr. Den letzten Höchststand hatte die Weser laut WSA im Januar 2011 mit einem Wasserstand von 6,20 Meter erreicht. Im Mai 1943 wurden 8,36 Meter gemessen.

Infos zum aktuellen Pegelstand gibt es unter pegelonline.wsv.de

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